Arkona Blog

17.–19.04.2015: Deutsche Kleinbootmeisterschaften in Brandenburg

von Thomas Osteroth | Mai 5, 2015 | 2015, Leistungssport, Wettbewerb LS

Von Freitag bis Sonntag fanden die Deutschen Meisterschaften im Kleinboot als Qualifikationsrennen für die Nationalmannschaften auf der Regattastrecke Beetzsee in Brandenburg an der Havel statt.

Bei her­vor­ra­gen­dem Wet­ter konn­ten die Ren­nen über 2000 Meter unter fai­ren Bedin­gun­gen auf der anspruchs­vol­len Regat­ta­stre­cke stattfinden.
„Die Deut­schen Meis­ter­schaf­ten im Klein­boot sind eine wich­ti­ge Wei­chen­stel­lung für die Sai­son“, so Sieg­fried Kai­del, Vor­sit­zen­der des Deut­schen Ruder­ver­ban­des. „Obwohl sich vie­le Ergeb­nis­se bestä­tigt haben, gab es den­noch eini­ge Über­ra­schun­gen“, fass­te der DRV-Chef­trai­ner Mar­cus Schwarz­rock nach den Final­ren­nen zusam­men. Die Plat­zie­run­gen bei die­sen Meis­ter­schaf­ten beein­flus­sen die Nomi­nie­rung für die Natio­nal­mann­schaft für die­se Sai­son. Der ers­te Auf­tritt der Natio­nal­mann­schaft fin­det bereits in 3 Wochen in Bled/Slowenien beim Ruder Welt­cup statt.

Mit dabei waren auch die U19 – Welt­meis­ter des Vor­jah­res aus dem  Vie­rer  ohne, Niklas Schröder(Arkona)  mit sei­nem Renn­ge­mein­schafts­part­ner Paul Gebau­er (Pots­da­mer RC Ger­ma­nia Ber­lin) die sich im Zwei­er ohne der Kon­kur­renz stellten.

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Niklas Schröder(links)  mit sei­nem Renn­ge­mein­schafts­part­ner  Paul Gebauer

Nic­las berichtete:

„Am Don­ners­tag ging es für mich und mei­nen nun wie­der gesun­den Zwei­er­part­ner nach Bran­den­burg zum dies­jäh­ri­gen Früh-Test, um uns mit den ande­ren U23- Zwei­ern und den Zwei­ern aus dem A‑Kader des Deutsch­land­ach­ters zu mes­sen. Den Start im Vor­lauf am Frei­tag­nach­mit­tag  konn­ten wir ganz pas­sa­bel mit einem  zwei­ten Platz been­den. Am Sams­tag­vor­mit­tag ging es dann im Vier­tel­fi­na­le um den Ein­zug in die Finals um die Plät­ze 1–12 oder 13–24. Uns wur­den sehr har­te Geg­ner zuge­lost (3 star­ke Zwei­er aus dem A‑Kader des Deutsch­land­ach­ters), so dass  wir uns mit dem vier­ten  Rang begnü­gen muss­ten. Unser Kampf ging nun im Halb­fi­na­le wei­ter, wo wir uns noch für das C‑Finale qua­li­fi­zie­ren woll­ten, um dann am Sonn­tag um die Plat­zie­run­gen 13–19 mit­fah­ren zu kön­nen, was uns auch mit einem Sieg in unse­rem Halb­fi­na­le gelang. Am Sonn­tag gin­gen wir dann im C‑Finale an den Start und unser Ziel war mit dem 13. Platz bzw. einem Sieg in die­sem Lauf klar defi­niert. Wir konn­ten den 1. Platz auch bis 100m vor der Ziel­li­nie hal­ten, dann kam uns aber ein star­ker End­spurt von Olym­pia­sie­ger Eric Johan­nesen und sei­nem Zwei­er­part­ner in die Que­re, wodurch es zum 2. Platz im C‑Finale mit dem denk­bar knap­pen Rück­stand von 2 Zehn­tel­se­kun­den auf den Sie­ger dann Platz 14 für uns wurde.

Wir sind zufrie­den mit dem Wochen­en­de und unse­ren ers­ten Ren­nen unter den „Gro­ßen“. Ins­ge­samt erreich­ten wird den fünf­ten  Platz  im  U23-Bereich, was für die wei­te­re Sai­son hof­fen lässt.

Vom 14.–15. Mai fin­den die nächs­ten U23-Rang­lis­ten­ren­nen auf dem Bal­de­ney­see in Essen statt, wo es dann gilt, die gezeig­ten Leis­tun­gen min­des­tens zu wie­der­ho­len oder gar zu verbessern“.

Wer­ner Fromm

Die Traditions-Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“ fand dieses Jahr zum 97. Mal statt – aufgrund von Bauarbeiten am Spreeufer in der Innenstadt verlief die Strecke jedoch nicht von Jungfernheide zum Haus der Kulturen der Welt, sondern vom RC Tegel zum LRV.

Auf dem Sattelplatz vor den Sunset Stufen der Greenwichpromenade herrschte am Regattatag ab 10.00 Uhr das übliche Treiben, die Radfahrer mussten sich an zahlreichen Booten vorbeischlängeln und viele Fußgänger schauten dem Spektakel interessiert zu. Materialablage und Steg waren in meinen Augen wesentlich besser als an der Jungfernheide, das Wetter – viel Wind – jedoch sehr üblich für den Tegeler See.

Gestartet wurde in ca. 30s Abstand zwischen den Crews vor dem RC Tegel: es wurde - etwas windgeschützt - vorbei an den Inseln Scharfenberg und Valentinswerder in den Hohenzollernkanal, bis kurz vor die Mäckeritzbrücke, gerudert. Aufgrund des starken Gegenwinds war für alle Mannschaften die erste Hälfte der Strecke besonders anstrengend. Hatte man es aber in den Hohenzollernkanal geschafft, ruderte es sich mit leichtem Schiebewind wesentlich angenehmer. Auf dem Saatwinkler Steg, auf und unter der Tegeler Brücke standen viele Familienmitglieder, Freunde und Vereinskamerad*innen, die uns lautstark anfeuerten. Manch einer radelte auch an der Strecke entlang. Das Ziel war leider etwas schlecht zu erkennen – irgendwann bimmelte es aus einem Busch am Saatwinkler Damm. Am LRV war deutlich mehr Platz zum Anlegen als in der Innenstadt, so dass es nicht lange dauerte – und auch hier gab es die bewährte Unterstützung durch Arkon*innen für die erschöpften Sportler*innen.

Vielen Dank für einen tollen Regattatag – mein Dank gilt vor allem den vielen Helfer*innen!

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

1. Platz:                       Gwendolin Leishman im JF 4x+A

1. Platz:                      Wiebke Kaufhold im MW8+ E

1. Platz:                      Yehor Zakharov, Ben Luis Häber und Lilly Herbach im JM 8+B

1. Platz:                       Dorothea Schmidt, Katja Czerr, Birte Ganz, Martina Banthau und Sibille Pletsch im MW 4x+ D (Gig)

2. Platz:                       Valentin Schlegel im SM8+ A

2. Platz:                       Stefan Forner, Jörg Irmer und Arnold Hiß im MM 4+ E (Gig)

3. Platz:                       Martina Taschner, Katja Simon, Marina de Groot, Anita Ulrich und Katrin Lohmann im MW4x+ C (Gig)

Herzlichen Glückwunsch!

Sibille Pletsch

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