Arkona Blog

Regatta in Hannover

von Thomas Osteroth | Juli 3, 2018 | 2018, Jugend

Da der (sehr erfolg­rei­che) Lan­des­ent­scheid in Grün­au die­ses Jahr etwas frü­her war als sonst, und somit fünf Wochen zwi­schen Nomi­nie­rung der Kin­der und dem Bun­des­wett­be­werb stan­den, dach­ten wir uns muss noch ein Wett­kampf her. Es muss­te nicht lan­ge gesucht wer­den ehe fest­stand, dass wir den Lan­des­ent­scheid der Nie­der­sach­sen in Han­no­ver am Maschsee heim­su­chen. Die Kin­der wür­den dort mit­fah­ren, ohne Nie­der­sach­sen die Plät­ze für den BW zu neh­men, aber sie könn­ten damit die Stre­cken noch­mal im Wett­kampf­mo­dus fah­ren und sich schon mal mit den spä­te­ren Geg­nern in Mün­chen mes­sen. Zwei Wochen vor dem Ziel­wett­be­werb passt das zeit­lich sogar.

11 Kin­der und 3 Trai­ner kamen – dank merk­wür­di­ger Miet­fahr­zeug­dis­po­si­ti­on von Europ­car – in 23 Auto-Sitz­plät­zen samt leicht bela­de­nem Anhän­ger sicher am Frei­tag­abend in Han­no­ver an. Es soll­ten ja nur die 3000- und 1000m-Ren­nen gefah­ren wer­den, mehr nicht. Wir kamen dann im Ruder­ver­ein Lin­den unter, für die Kin­der also das ers­te Mal nicht in einer Turn­hal­le („Das-ist-mal-was-ande­res-Moment“ Num­mer 1). Da die Ankunft rela­tiv spät erfolg­te, lohn­te es sich nicht, noch die Boo­te auf­zu­rig­gern. Das war zu ver­zei­hen, da die ers­ten Ren­nen am Sams­tag erst gegen Mit­tag anstan­den. Also gin­gen wir Ita­lie­nisch essen. Mal kei­ne Selbst­ver­pfle­gung („Das-ist-mal-was-ande­res-Moment“ Num­mer 2).

Eine sehr ent­spann­te Nacht spä­ter, früh­stück­ten wir im Ver­ein und nicht an der Stre­cke („Das-ist-mal-was-ande­res-Moment“ Num­mer 3), und fuh­ren dann ohne Zeit­druck an den Maschsee um die Boo­te auf­zu­rig­gern. Sams­tag stan­den die Lang­stre­cken an, abge­legt wur­de am Schü­ler­boots­haus Han­no­ver bzw. am Steg des Han­no­ver­schen Ruder­clubs. Hier konn­te der leich­te Jun­gen­dop­pel­zwei­er von Con­stan­tin und Lucas über­zeu­gen und kamen 30 Sekun­den schnel­ler als die Nie­der­säch­si­sche Kon­kur­renz ins Ziel! Der „schwe­re“ Dop­pel­zwei­er von Fares und Artur fuhr in einer ähn­li­chen Zeit wie in Grün­au auf Platz 2. Der Mäd­chen­vie­rer um Katha­ri­na, Laris­sa, Wik­to­ria, Nadi­ne und Steu­er­frau Tami­na fuhr auf Platz 3, wäh­rend die bei­den Einer, Valen­tin (Leicht­ge­wicht) und Niklas sich im Mit­tel­feld fan­den. Nach den Ren­nen ging es zurück nach Lin­den, um noch kurz zu duschen, damit man zur Sie­ger­eh­rung nicht zu „sport­lich“ erschien. Den Abend schlos­sen wir mit einem wahn­sin­nig gutem Bur­ger (Beef ´n Shake Han­no­ver – sehr zu emp­feh­len!) und einem Spa­zier­gang durch die Stadt ab.

Der Sonn­tag begann in ähn­lich ent­spann­ter Manier, die Ren­nen stan­den näm­lich wie­der gegen 13 Uhr an. Die Han­no­ve­ra­ner steck­ten sämt­li­che Boo­te von uns in den zwei­ten 1000m-Lauf, also gegen die „schlech­te­ren“ Geg­ner von der Lang­stre­cke. Das hat­te für die Nie­der­sach­sen den Vor­teil eines „berei­nig­ten“ 1000m-Laufs um die Nomi­nie­rung und für uns weder einen Vor- noch einen Nach­teil. Sicher, die Geg­ner waren ein­fa­cher, aber die Ren­nen fan­den unmit­tel­bar nach den ers­ten Läu­fen an, also lie­ßen sich die Zei­ten rea­lis­tisch ver­glei­chen. Somit leg­ten alle unse­re Sport­ler am Sonn­tag am Sie­ger­steg an, und fuh­ren auch (sofern ver­füg­bar) im Ver­gleich gute Zei­ten. Con­stan­tin und Lucas wur­den als ein­zi­ge in den ers­ten Lauf der leich­ten Dop­pel­zwei­er gesteckt und gewan­nen auch dort mit meh­re­ren Län­gen Vorsprung.

Alles in allem gehen wir nun mit rea­lis­ti­schen Pro­gno­sen an den Bun­des­wett­be­werb in zwei Wochen ran. Mit guten bis sehr guten Chan­cen sind alle 11 Sport­ler gut vorbereitet!

Alex

Die Traditions-Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“ fand dieses Jahr zum 97. Mal statt – aufgrund von Bauarbeiten am Spreeufer in der Innenstadt verlief die Strecke jedoch nicht von Jungfernheide zum Haus der Kulturen der Welt, sondern vom RC Tegel zum LRV.

Auf dem Sattelplatz vor den Sunset Stufen der Greenwichpromenade herrschte am Regattatag ab 10.00 Uhr das übliche Treiben, die Radfahrer mussten sich an zahlreichen Booten vorbeischlängeln und viele Fußgänger schauten dem Spektakel interessiert zu. Materialablage und Steg waren in meinen Augen wesentlich besser als an der Jungfernheide, das Wetter – viel Wind – jedoch sehr üblich für den Tegeler See.

Gestartet wurde in ca. 30s Abstand zwischen den Crews vor dem RC Tegel: es wurde - etwas windgeschützt - vorbei an den Inseln Scharfenberg und Valentinswerder in den Hohenzollernkanal, bis kurz vor die Mäckeritzbrücke, gerudert. Aufgrund des starken Gegenwinds war für alle Mannschaften die erste Hälfte der Strecke besonders anstrengend. Hatte man es aber in den Hohenzollernkanal geschafft, ruderte es sich mit leichtem Schiebewind wesentlich angenehmer. Auf dem Saatwinkler Steg, auf und unter der Tegeler Brücke standen viele Familienmitglieder, Freunde und Vereinskamerad*innen, die uns lautstark anfeuerten. Manch einer radelte auch an der Strecke entlang. Das Ziel war leider etwas schlecht zu erkennen – irgendwann bimmelte es aus einem Busch am Saatwinkler Damm. Am LRV war deutlich mehr Platz zum Anlegen als in der Innenstadt, so dass es nicht lange dauerte – und auch hier gab es die bewährte Unterstützung durch Arkon*innen für die erschöpften Sportler*innen.

Vielen Dank für einen tollen Regattatag – mein Dank gilt vor allem den vielen Helfer*innen!

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

1. Platz:                       Gwendolin Leishman im JF 4x+A

1. Platz:                      Wiebke Kaufhold im MW8+ E

1. Platz:                      Yehor Zakharov, Ben Luis Häber und Lilly Herbach im JM 8+B

1. Platz:                       Dorothea Schmidt, Katja Czerr, Birte Ganz, Martina Banthau und Sibille Pletsch im MW 4x+ D (Gig)

2. Platz:                       Valentin Schlegel im SM8+ A

2. Platz:                       Stefan Forner, Jörg Irmer und Arnold Hiß im MM 4+ E (Gig)

3. Platz:                       Martina Taschner, Katja Simon, Marina de Groot, Anita Ulrich und Katrin Lohmann im MW4x+ C (Gig)

Herzlichen Glückwunsch!

Sibille Pletsch

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