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Bericht über die Wanderruderfahrt auf der Donau vom 10. bis 20. Mai 2011

von Thomas Osteroth

6. Oktober 2011

End­lich war es soweit! Nach vie­len Vor­bereitungen und Besprech ungen konn­te nun die Rei­se begin­nen. Die 16 Ruderka­meraden (ein­schließ­lich der zwei Kamera­den vom RV Col­le­gia) tra­fen sich zu frü­her Stun­de um 6.45 Uhr im Flug­ha­fen­ge­bäu­de in Tegel. Nach der all­ge­mei­nen Begrü­ßung wur­de ein Schluck auf den Geburts­tag von Die­ter F. getrun­ken. Bei der Abfer­ti­gung gab es zuwei­len Schwie­rig­kei­ten wegen der mit­ge­führ­ten Ret­tungs­wes­ten, die gas­ge­füll­te Patro­nen enthielten.

Zur Begrü­ßung an Bord der Maschi­ne der „Air Ber­lin“ weh­te mir kräf­tig „Ber­li­ner Luft“ ent­ge­gen: Auf die Fra­ge nach ande­ren als den auf dem Tisch­chen lie­gen­den Zei­tun­gen ant­wor­te­te die Stewardess:

„Sind wir hier am Kiosk?“

Nach ruhi­gem Flug wur­den wir in Wien von zwei Klein­bus­sen zum Quar­tier ge­bracht. Da wir zu so frü­her Stun­de – ca. 9 Uhr – unse­re Zim­mer noch nicht bezie­hen konn­ten, wur­de das Gepäck in einem Raum ein­ge­schlos­sen, ver­se­hent­lich zusam­men mit Die­ter F., der sich durch lau­tes Klop­fen, das wir beim Weg­ge­hen gera­de noch mit­bekamen, bemerk­bar machte.

Sogleich ging es wei­ter mit Straßen­bahn und Bus in die Innen­stadt zum Treff­punkt für die Stadt­rund­fahrt. Die kul­tu­rel­le Viel­falt und über 2000 Jah­re Geschich­te wur­den uns wäh­rend einer Bus­rund­fahrt ver­mit­telt. Zwei der vie­len Höhe­punk­te waren die Besich­ti­gung des Hun­dert­was­­ser-Hau­ses mit sei­ner bun­ten Archi­tek­tur und Natur­ver­bun­den­heit sowie der Besuch des Ste­phans­do­mes in sei­ner gewal­ti­gen Dimen­si­on. Wir haben die 343 Stu­fen bis zum Aus­sichts­turm in 70 Metern Höhe er­klommen und genos­sen die Aussicht.

Zwi­schen­durch hat­te sich Mittagshun­ger ein­ge­stellt. der in den unter­ir­di­schen Gewöl­ben des Restau­rants „Fiqlrnül­ler“ gestillt wer­den konn­te. „Fiqlrnül­ler“ ist für sei­ne Rie­sen­schnit­zel – auch Elefantenoh­ren genannt – bekannt. Eini­ge der Kamera­den konn­ten ihre Por­ti­on nicht schaffen.

Der Nach­mit­tag stand zur frei­en Ver­fügung und wur­de zum Bum­meln, Cafe­hausbesuch oder ein­fach als Ruhe­pau­se nach frü­hem Auf­ste­hen genutzt. Die Rück­fahrt zur Ein­nah­me der Zim­mer erfolg­te gemein­sam. Zum Abend­essen und Aus­klang des Tages tra­fen wir uns in einer „Wienerwald“-Gaststätte, die in der Nähe unse­rer Unter­kunft lag.

Am 2. Tag ging es schon um 7.15 Uhr mit dem Bus­trans­fer nach Donau­hort zum Wie­ner Re. Dort wur­den wir von Man­fred Klein erwartet.

Man­fred Klein, der neben ande­ren Sie­gen 1988 als Steu­er­mann zur Goldme­daille des Ach­ters bei­trug, war wesent­lich an der Gestal­tung unse­rer Fahrt betei­ligt. Nicht nur, dass er uns in sei­nem Haus in Kim­le Unter­kunft bie­ten konn­te, stell­te er uns auch die not­wen­di­gen Boo­te zur Ver­fügung. Dar­über hin­aus soll­ten die guten Kennt­nis­se und Ver­bin­dun­gen von Man­fred und sei­ner unga­ri­schen Frau zum Ge­lingen der Fahrt beitragen.

Nach kur­zer Begrü­ßung durch Man­fred Klein über­nah­men wir unse­re Boo­te und mach­ten sie ruder­fer­tig, wäh­rend unser Gepäck im Fahr­zeug von M. Klein ver­sorgt wur­de. Schließ­lich konn­ten wir so rechtzei­tig able­gen, dass wir die Schleu­se Nuss­dorf vor 9 Uhr erreichten.

Auf dem Donau­ka­nal ruder­ten wir durch das Zen­trum von Wien mit sei­ner einmali­gen Archi­tek­tur. Nach 17 Kilo­me­tern mün­dete der Kanal in die Haupt­do­nau. Auf dem brei­ten Fluss ging es bei erheb­li­cher Strö­mung gut voran.

Um 12 Uhr mach­ten wir bei Orth Pause.

An der Mün­dung eines klei­nen Nebenflus­ses gegen­über einer alten Schiffs­müh­le bot eine von Bäu­men beschat­te­te Wie­se Ge­legenheit. unser Lunch­pa­ket zu ver­zeh­ren. Da nun die Kap­pen­ord­nung galt. gab es die ers­ten Lacher über Kame­ra­den, die die Re­geln (trin­ken mit Kap­pe, essen ohne Kap­pe) nicht genü­gend beach­te­ten. Eini­gen gelang in der Pau­se sogar ein Schläfchen.

Um 13 Uhr wur­de zur Wei­ter­fahrt wie­der abge­legt. Durch die etwas gleichförmi­ge Donau-Auen­land­schaft kamen wir vor­bei an Hain­burg, der mit­tel­al­ter­li­chen Stadt. mit ihrem Schloss­berg. Gleich dahin­ter lag der Brauns­berg, auf dem sich in alter Zeit eine kel­ti­sche Sied­lung befun­den hat. Links nach der Mün­dung der March (Mora­va) begann nun die Slo­wa­kei mit der Stadt De­vin. Ihre gro­ße Burg am Ufer war gut zu sehen. Ab Hain­burg änder­te sich die Land­schaft. Bewal­de­te Hügel zeig­ten sich.

Nach der Ankunft bei einem Was­sersportverein in Bra­tis­la­va (ca. 16 Uhr) muss­ten die Boo­te wie­der abgerig­gert und ver­la­den wer­den. Dabei woll­te eine Mut­ter sich nicht von der Schrau­be lösen. Erst mit einem Trenn­schlei­fer konn­te das Pro­blem besei­tigt wer­den. Beim Trans­port nach Kim­le hat­te der Fah­rer mit hef­tigem Ver­kehr um Bra­tis­la­va zu kämp­fen. Zum ande­ren ging der Motor des Bus­ses mehr­fach aus, so dass sich die Befürch­tung breit­mach­te. dass wir auf der Stra­ße lie­gen blei­ben. Aber nach­dem der Fah­rer mit­be­kom­men hat­te, dass die Stö­rung nur im 4. Gang ein­trat. konn­ten wir Kim­le ohne wei­te­re Schwie­rig­kei­ten errei­chen. Die­ser Ort soll­te uns Quar­tier für die nächs­ten fünf Näch­te bieten.

Das üppi­ge Abend­essen nah­men wir auf der Veran­da eines Land­gast­hau­ses ein. Da Ver­pfle­gung und Unter­kunft gut waren, herrsch­te all­ge­mei­ne Zufriedenheit.

Am 3. Tag wur­den die Boo­te nach Ra­jka gebracht und wie­der auf­gerig­gert. Wir ruder­ten nun auf der Moso­ni-Donau wei­ter. Die­ser Neben­arm der Donau mit vie­len engen Fluss­win­dun­gen und dicht ans Was­ser rei­chen­den Ästen der Bäu­me ver­lang­te den Steu­er­leu­ten vol­le Auf­merk­sam­keit ab. Trotz­dem zog sich ein Kame­rad durch einen zu tief hän­gen­den Ast eine Strie­me im Ge­sicht zu. Der Anblick die­ser ver­hält­nis­mä­ßig leich­ten Ver­let­zung führ­te bei den Kamera­den natür­lich zu spöt­ti­schen Bemer­kun­gen nach dem Mot­to: Bei wel­cher Schlä­ge­rei hast du dir denn das zugezogen?

Die Mit­tags­pau­se fand in einer klei­nen Gast­stät­te am Was­ser in Halas­zi statt. Die Wei­ter­fahrt wur­de bei Mosonmag­yarovar kurz unter­bro­chen, da die Boo­te um ein Wehr getra­gen wer­den muss­ten. Wei­ter ging es durch eine urwald­ähn­li­che Gegend, weit­ge­hend natur­be­las­sen mit Baum­res­ten im Fluss­lauf. In Kim­le wie­der ange­kom­men erwar­te­te uns ein von Man­fred Klein und Frau vor­be­rei­te­tes Abendes­sen. Es gab zünf­ti­ges Kes­sel­gu­lasch, dazu unga­ri­schen Weiß- und Rot­wein. Beim anschlie­ßen­den Zusam­men­sein entpupp­te sich Mar­kus als rich­ti­ger Märchenerzäh­ler mit bei­na­he glaub­wür­di­gem Gesicht. Man­fred Klein erzähl­te uns aus sei­ner Zeit als Steu­er­mann im Ach­ter und wie er mit sei­ner Mann­schaft 1988 die Goldmedail­le bei den Olym­pi­schen Spie­len in Se­oul gewann. – Wie wir erfuh­ren, sind die Ren­nach­ter so leicht. dass zwei Rude­rer sie mit einer Hand in die Höhe stem­men kön­nen. Jeder Sitz muss ein Gewicht von ca. 100 Kilo­gramm tra­gen. Ohne wissen­schaftliche Mit­ar­beit ist ein sol­ches Boot nicht konstruierbar.

Am Mor­gen des 4. Tages hat­te ich mich an die Geräu­sche mei­ner dörf­li­chen Um­gebung lang­sam gewöhnt. Um 5 Uhr Läu­ten der Kir­chen­glo­cken, davor und danach Hun­de­ge­heul und Häh­ne­krä­hen. Eine rich­tige Idyl­le! Die Fahrt ging wei­ter von Kim­le nach Györ. Die urwüch­si­ge Land­schaft ver­änderte sich nicht. Das Fahr­was­ser blieb schwie­rig. Schließ­lich wur­de einem Boot durch ein Unter­was­ser­hin­der­nis das Steu­er her­aus­ge­he­belt. Da die Boo­te mög­lichst in Sicht­wei­te fuh­ren, konn­te durch ein an­deres Boot schnell Hil­fe geleis­tet werden.

Die selbst­ver­sorg­te Pick­nick­pau­se um 12 Uhr war bei Dunaszent­pal Um 16 Uhr kamen wir beim RC Györ an. Für Györ war eine Über­ra­schung ange­kün­digt wor­den. Die Neu­gier dar­auf war offen­bar so groß, dass auf die von Man­fred Klein angebote­ne kur­ze Besich­ti­gung der Alt­stadt verzich­tet wur­de. Viel­mehr woll­ten fast alle mög­lichst schnell zu dem Frei­luft­re­stau­rant am Markt­platz, wo Plät­ze reser­viert waren. Vor dem Abend­essen fand dann für uns eine folk­lo­ris­ti­sche Tanz­dar­bie­tung statt. Eri­ka Klein hat­te sie arran­gie­ren las­sen. Die Vor­führung wur­de mit gro­ßer Begeis­te­rung auf­ge­nom­men. Ein­zel- und Grup­pen­tän­ze wur­den meis­ter­lich dar­ge­bo­ten. Es war ein Genuss! Nach dem Essen fuhr uns der Bus zurück nach Kimle.

Der 5. Tag war ruder­frei! Der Bus brach­te uns nach kur­zer Fahrt nach Bra­tis­la­va di­rekt zur Burg. Von dort hat­te man eine wei­te Sicht hin­über nach Öster­reich und Ungarn. An der Burg erwar­te­te uns ein qua­li­fi­zier­ter Frem­den­füh­rer, der uns in zwei­ein­halb Stun­den sei­ne Stadt vor­stell­te. Lie­be­voll mach­te er uns mit der His­to­rie, der gegen­wär­ti­gen poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Situa­ti­on und den wich­tigs­ten Sehens­wür­dig­kei­ten bekannt. Eine Fül­le von geschicht­li­chen Da­ten pras­sel­te auf uns ein.

Zum Mit­tag­essen such­ten wir ein his­torisches Restau­rant auf. Danach wur­de in klei­nen Grup­pen die Stadt auf eige­ne Faust erkun­det. Durch die Eis­ho­ckey-Welt­­­meis­ter­schaft war die Stadt gut besucht.

Bra­tis­la­va ist eine schö­ne leben­di­ge Stadt mit bemer­kens­wer­ter Archi­tek­tur, vie­len Restau­rants und gemüt­li­chen Cafes. Schö­ne Geschäf­te laden zum Bum­meln ein. Um die Stadt aber rich­tig ken­nen­zu­ler­nen, soll­te man erheb­lich mehr Zeit haben.

Für die Rück­fahrt um 16.30 Uhr tra­fen sich alle wie­der am aus­ge­mach­ten Platz an der Donau. Zum Abend­essen fuh­ren wir zu einer Gast­stät­te für Kanu­ten in Kim­le. Das Essen war extra für uns bestellt wor­den. Eine reich­hal­ti­ge Tafel mit verschiede­nen Fleisch­ge­rich­ten und Bei­la­gen, dazu Sup­pen und Des­sert stand für uns bereit. Alles gute Haus­manns­kost! Es war nicht zu schaf­fen. Dann ein Schei­de­be­cher bei Man­fred Klein. Erst­mals hat­te es gegen Abend kur­ze Schau­er gegeben.

Am 6. Tag ging es bei leich­tem Re­gen von Györ mit den Boo­ten wei­ter. Kurz hin­ter Györ erreich­ten wir nun wie­der die Haupt­do­nau. Bei dem brei­ten Strom mit sei­nem Schiffs­ver­kehr muss­ten die Steu­er­leu­te sehr auf­pas­sen. Auch das recht­zeitige Aus­wei­chen der schein­bar plötz­lich auf­tau­chen­den Bojen berei­te­te zuwei­len Schwie­rig­kei­ten! In Gönyü war Mittags­pause. In einer uri­gen Gast­stät­te konn­ten wir unse­re Selbst­ver­pfle­gung ein­neh­men. Die Geträn­ke wur­den beim Wirt geordert.

Das Wet­ter hat­te sich inzwi­schen ge­bessert. Wir fuh­ren wei­ter in der gewohn­ten Fluss­auen­land­schaft. Unser Ziel war der Kanu­ver­ein in Komar­no. (slo­wa­ki­sche Sei­te). Lei­der erwisch­ten wir eine fal­sche Ein­mün­dung und bemerk­ten den Feh­ler erst. nach­dem der recht gro­ße, aber sehr öde Hafen von Komar­no durch­quert wor­den war. Also zurück zur Donau geru­dert und in die Mün­dung des Flus­ses Vah. Nach drei Kilo­me­tern fluss­auf­wärts bei kräf­ti­gem Gegen­wind waren wir end­lich am Ziel. Von dort ging der Trans­fer mit dem Bus zum Abend­essen in einem origi­nellen unga­ri­schen Restau­rant in der Nähe von Gön­vü. Wir aßen zu Zigeu­ner­mu­sik. Das Ange­geigt­wer­den war für uns etwas unge­wohnt. Aber die Musik ver­brei­te­te un­garische Atmosphäre.

Zurück in Kim­le nah­men wir von Man­fred Klein und Frau „offi­zi­ell“ Abschied und über­reich­ten als klei­nes Dan­ke­schön das Blatt eines Skulls mit unse­ren Unterschrif­ten – Die ange­neh­me und beque­me Un­terkunft im Hau­se Klein wird allen in guter Erin­ne­rung bleiben.

Am 7. Tag ging es wie­der früh los. Das Gepäck muss­te nach Esz­ter­gom, und wir muss­ten zu den Boo­ten in Komar­no. Dort leg­ten wir um 10 Uhr ab. Pau­se war in Pis­zke kurz vor 13 Uhr mit Selbstverpflegung.

Um 14 Uhr wei­ter nach Esz­ter­gom. Um 16.10 Uhr kamen wir dort an. Nach Able­gen der Boo­te auf dem Gelän­de des Ruder­clubs gin­gen wir zu Fuß zu unse­rer Pen­si­on. Das Gepäck war schon da. Wir konn­ten die Stadt auf eige­ne Faust erkunden.

Esz­ter­gom hat sei­ne bes­se­ren Zei­ten hin­ter sich. Vie­le Bau­wer­ke stam­men aus der k. und k.-Zeit. sind aber ver­nach­läs­sigt. Die Basi­li­ka aller­dings ist sehenswert.

Das Abend­essen fand in einem lan­destypischen Restau­rant statt. Der Ver­such, hin­ter­her noch woan­ders ein Eis zu essen, schei­ter­te, da alles geschlos­sen war.

Am 8. Tag bra­chen wir mit den Boo­ten um 9 Uhr auf. Die Land­schaft wur­de jetzt hüge­li­ger. Die Burg Visegrad rag­te auf der rech­ten Sei­te der Donau hoch. Sie gilt als ein wich­ti­ges Denk­mal der unga­ri­schen Renais­sance. Danach ver­lie­ßen wir den Haupt­strom und ruder­ten auf der Szen­ten­d­re-Donau wei­ter. Pau­se in Tahi­tot­fo­lu mit Selbstverpflegung.

Um 17 Uhr erreich­ten wir Külk. Die Boo­te konn­ten in einem Ruder­club abge­legt wer­den. Nach kur­zer Pau­se in einem Gartenlo­kal kamen wir zu Fuß in unse­rem Hotel­schiff an. Es ist ein alter rus­si­scher umge­bau­ter Schau­fel­rad­damp­fer von impo­san­ten Aus­maßen. Unser Gepäck war gut angekom­men. Die Zim­mer waren bequem. Zum Abend­essen tra­fen wir uns am geräu­mi­gen Heck und hat­ten einen schö­nen Blick in Rich­tung Buda­pest. Bei einem male­ri­schen Mond­auf­gang ver­klang der Tag.

Am 9. Tag begann die letz­te Ruder­etappe. Die Fahrt durch Buda­pest führ­te an vie­len bekann­ten Sehens­wür­dig­kei­ten vor­bei – wie der ca. drei Kilo­me­ter lan­gen Mar­ga­re­ten­in­sel. der Mar­ga­re­ten­brü­cke, dem monu­men­ta­len Par­la­ments­ge­bäu­de, der Hei­li­gen­fi­gur St. Geliert und der Buda­Burg -, um nur das Wich­tigs­te zu nen­nen, was beim Rudern zu sehen ist. Schließ­lich war das Ziel Szazha­lom­bat­ta erreicht. Dort wur­den die Boo­te abgerig­gert und an Man­fred Klein zurückgegeben.

Nach einem Fuß­marsch von vier Kilo­metern konn­ten wir mit der Regio­nal­bahn nach Buda­pest fah­ren. Vom Bahn­hof ging es mit Taxen zu dem Hotel „Cita­del­la“ auf dem Geliert­berg. Wir wohn­ten in ehema­ligen Kase­mat­ten der alten Festungsanlage.

Abends aßen wir in einem Restau­rant mit folk­lo­ris­ti­schen Dar­bie­tun­gen. Von der Burg hat­ten wir einen herr­li­chen Blick auf die präch­tig illu­mi­nier­te Stadt.

Der 10. Tag war wie­der ein­mal Kultur­tag. – Das Früh­stück konn­ten wir dank des Ver­hand­lungs­ge­schicks eines Kame­ra­den im Restau­rant neben dem Hotel einneh­men. Gestärkt bum­mel­ten wir in die Stadt zum Aus­gangs­punkt der Bus­rund­fahrt und war­fen dabei einen Blick in die Markt­halle. Die Besich­ti­gungs­fahrt dau­er­te ca. drei Stun­den und ver­mit­tel­te einen guten Über­blick. Sodann besuch­ten wir kurz das Par­la­ments­ge­bäu­de mit sei­ner präch­ti­gen Aus­stat­tung. Das Par­la­ments­ge­bäu­de, das größ­te Bau­werk Ungarns, ist 268 Meter lang und 123 Meter breit. Im Kup­pel­saal – die Kup­pel ragt 96 Meter hoch – sind die unga­ri­schen Krö­nungs­in­si­gni­en mit der Ste­phans­kro­ne aus­ge­stellt. Die prachtvol­le Innen­aus­stat­tung ist äußerst beeindruckend.

Bei dem wei­te­ren Stadt­bum­mel muss­ten wir vor einem kur­zen Regen­schau­er unter die Mar­ki­sen eines Cafes flüch­ten. Been­det wur­de der Tag im ‚Tro­fea-Grill“. wo zum fes­ten Preis belie­big geges­sen und getrun­ken wer­den konn­te. Zurück in das Hotel ging es Je nach Wahl: zu Fuß, mit dem Taxi oder den öffent­li­chen Ver­kehrsmitteln. In Buda­pest kön­nen übri­gens Per­so­nen ab 65 Jah­re mit den Verkehrs­mitteln kos­ten­los fahren.

Am 11. und letz­ten Tag bedank­te sich der Fahr­ten­lei­ter Bernd beim Früh­stück bei sei­nen Hel­fern. Erwähnt wur­de, dass Marc und Franz ohne zu steu­ern die gan­ze Fahrt nur geru­dert haben. Mar­kus kün­dig­te an, dass als Dank für Bernd im Herbst ein Unga­ri­scher Abend gestal­tet wer­den soll. Kurz vor 11 Uhr bra­chen wir mit dem Bus auf und erreich­ten gegen 14 Uhr den Flug­ha­fen Wien-Schwe­chat. Bei der Ab­fertigung hat­ten eini­ge Kame­ra­den wie­der Schwie­rig­kei­ten wegen der Rettungswes­ten. Schließ­lich lan­de­ten wir fast pünkt­lich – 18.20 Uhr – in Tegel. und Ber­lin hat­te uns wieder.

Zusam­men­fas­send kön­nen wir sagen, dass die Rei­se per­fekt orga­ni­siert war. Ins­be­son­de­re die Beför­de­rung des Gepäcks zu den ver­schie­de­nen Quar­tie­ren klapp­te her­vor­ra­gend. Die Fahrt war in jeder Hin­sicht inter­es­sant und unter sport­li­chen Gesichts­punk­ten anspruchs­voll – immer­hin wur­den 365 Kilo­me­ter geru­dert. Da auch das Wet­ter fast nur son­nig war, ist wohl jeder Wunsch erfüllt worden.

Erhard Pan­ten / Jür­gen Hass

Down­load hier: Donau­fahrt Mai 2011

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