Arkona Blog

Henley Womens Regatta 2026

von | Aug. 18, 2026 | 2026, Leistungssport

Arkona auf der historischen Strecke in Henley.

Die Hen­ley Women’s Regat­ta ist die bedeu­tends­te Regat­ta für Frau­en im Ver­ei­nig­ten König­reich. Jedes Jahr tre­ten mehr als 2.000 Rude­rin­nen und Steu­er­leu­te – aus den Berei­chen Junio­ren, Uni­ver­si­tät, Ver­ein und inter­na­tio­na­ler Spit­zen­sport sowie aus dem gesam­ten Ver­ei­nig­ten König­reich und dar­über hin­aus – auf die­ser tra­di­ti­ons­rei­chen Stre­cke der Them­se gegen­ein­an­der an.

Für vie­le Mann­schaf­ten und Skull-Rude­rin­nen ist die Hen­ley Women’s Regat­ta ein wich­ti­ges Saisonziel.

Mehr als 77 % der Frau­en, die das bri­ti­sche Ruder­team bei den Olym­pi­schen Spie­len 2024 ver­tra­ten, hat­ten im Lau­fe ihrer Kar­rie­re bereits bei der HWR gewonnen.

Neben der tra­di­tio­nel­len Hen­ley Roy­al Regat­ta (1839) über 2.112m sowie dem „Womens Hen­ley“ (1988) über 1500m, gibt es seit 1994 eben­falls das „Mas­ters Hen­ley“ über 1000m.

Für Wieb­ke und mich (Man­dy) stand der Traum ein­mal Hen­ley fah­ren bereits seit mind. 6 Jah­ren fest, aber nie pass­te es mit dem Regat­ta­plan der Ruder­bun­des­li­ga. Nun im Jahr 2026 soll­te end­lich ein Haken auf der Bucket­list gesetzt wer­den. Nach­dem wir kei­nen Ach­ter als auch kei­nen Vie­rer zusam­men bekom­men haben, ent­schie­den wir uns wag­hal­sig mit 2 Mona­ten inten­si­ver Vor­be­rei­tung im Zwei­er ohne zu melden.

Hen­ley ist berühmt für sei­ne kapp­li­ge und anspruchs­vol­le Stre­cke. Wäh­rend man auf ande­ren Regat­ta­stre­cken mit Bojen die Bah­nen abgrenzt, gibt es dort die soge­nann­ten Booms – schwim­men­de Begren­zun­gen aus Holz­bal­ken. Wenn man die­se trifft, ist ein Boots­scha­den nicht zu ver­mei­den. Eben­falls ist inter­es­sant, dass Hen­ley ein eige­nes Regel­werk für die Ren­nen besitzt, da die Regat­ta älter ist als die meis­ten natio­na­len und inter­na­tio­na­len Verbände.

So ging es am Don­ners­tag (18.6) nach der Arbeit in den Flie­ger Rich­tung Lon­don, natür­lich mit Werk­zeug im Hand­ge­päck, was wir freund­li­cher­wei­se behal­ten durf­ten. Am Abend folg­te ein Din­ner für alle inter­na­tio­nal Crews und eine ers­te Stre­cken­be­sich­ti­gung von Land.

Am Frei­tag ging es los mit den Time­Trails (Zeit­fah­ren), in wel­chen man sich für die K.O. Run­den qua­li­fi­zie­ren konn­ten. In einem sehr hoch­klas­si­gen Feld (Boatrace Sie­ge­rin­nen, Olym­pia­teil­neh­me­rin­nen) konn­ten wir uns mit Platz 5 für das ers­te K.O. Ren­nen und damit Ach­tel­fi­na­le am Sams­tag qua­li­fi­zie­ren. Bei star­kem Gegen­wind konn­ten wir uns auch hier deut­lich für die nächs­te Run­de qua­li­fi­zie­ren. Damit war unser Mini­mal­ziel erfüllt, aber wir woll­ten natür­lich mehr. 😉

Also ging es im Vier­tel­fi­na­le, wie­der bei star­kem Gegen­wind und Mobo­wel­len, gegen die teil­wei­se halb so alte Kon­kur­renz. Die ers­ten 200m konn­ten wir unse­re Sprint­qua­li­tä­ten aus­spie­len und den Bug­ball vor­le­gen, muss­ten am Ende aber doch Eding­burgh im Ziel den Vor­rang lassen.

Unse­re Rei­se auf dem Was­ser war damit been­det aber wir neh­men sehr vie­le posi­ti­ve Erleb­nis­se mit sowie einer Top6 Plat­zie­rung. Hen­ley ist atem­be­rau­bend und ein­zig­ar­tig als Regat­ta. Neben den Ren­nen – im Boot im Ein­tei­ler und am Land im Kleid – ist die Regat­ta ein Rie­sen gro­ßes gesell­schaft­li­ches Event.

Wir sind immer noch gehy­ped von Hen­ley, deren ruder­be­geis­ter­ten Ein­woh­nern, dem wie der Ruder­sport dort unter­stützt wird und dem Fee­ling vor Ort. Wahr­schein­lich waren wir nicht das letz­te Mal dort.

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