Arkona Blog

In zwei Tagen bis nach Rathenow

von Thomas Osteroth | Aug. 12, 2025 | 2025, Aktuelles, Breitensport, Wanderfahrt

Eine Grup­pe Arko­nen ist an die­sem Wochen­en­de bis nach Rathe­now geru­dert. Es ging am Sams­tag früh bei noch ver­nünf­ti­gen Tem­pe­ra­tu­ren los und die ers­te Etap­pe war bis Brandenburg/Stadt. Im Lau­fe des Tages wur­de es immer wär­mer, es ist ja auch August und nach 8 Stun­den war Brandenburg/Stadt schon erreicht. 
Die Havel bei herr­li­chem Son­nen­schein und doch oft böigem Gegen­wind zwi­schen Mirow und Premnitz
Kur­ze Pau­se vor Brandenburg/Stadt
Für Sonn­tag­mor­gen hat­ten wir in der Pro­gno­se Wind­stär­ke 4, in Böen Wind­stär­ke 6 ange­sagt bekom­men. Ein Über­que­ren des Plau­er See wäre bei hohem Wel­len­gang defi­ni­tiv nicht mög­lich gewe­sen, wir wären dann nach Ber­lin zurück­ge­kehrt. Aber wie heißt es immer, „das Wet­ter wird am Steg gemacht“, es gab zwar recht hef­ti­ge Böen den gan­zen Sonn­tag über, aber nir­gends hohe Wel­len, das Sprich­wort hat so viel Wah­res. Nach 7 Stun­den Fahrt inclu­si­ve einer Hand­schleu­sung bei Bahnitz erreich­ten wir etwas geschafft nach 106 Km dann den Rathe­nower Ruder-Club Wiking. 
Eine anstren­gen­de Fahrt durch wun­der­schö­ne, zumeist sehr ein­sa­me Natur­land­schaf­ten die Havel immer fluss­ab­wärts. Viel­leicht gibt es eine Wie­der­ho­lung im nächs­ten Früh­jahr 2026, die Rathe­nower wür­den dann gern das Boot zu Arko­na zurück­ru­dern, das erspart Ab- und Auf­rig­gern und den Land­trans­port mit dem Hänger. 
Das Ruder­team bei der Ankunft in Rathe­now nach gut 15 Stun­den Ruder­zeit (an zwei Tagen)

Die Traditions-Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“ fand dieses Jahr zum 97. Mal statt – aufgrund von Bauarbeiten am Spreeufer in der Innenstadt verlief die Strecke jedoch nicht von Jungfernheide zum Haus der Kulturen der Welt, sondern vom RC Tegel zum LRV.

Auf dem Sattelplatz vor den Sunset Stufen der Greenwichpromenade herrschte am Regattatag ab 10.00 Uhr das übliche Treiben, die Radfahrer mussten sich an zahlreichen Booten vorbeischlängeln und viele Fußgänger schauten dem Spektakel interessiert zu. Materialablage und Steg waren in meinen Augen wesentlich besser als an der Jungfernheide, das Wetter – viel Wind – jedoch sehr üblich für den Tegeler See.

Gestartet wurde in ca. 30s Abstand zwischen den Crews vor dem RC Tegel: es wurde - etwas windgeschützt - vorbei an den Inseln Scharfenberg und Valentinswerder in den Hohenzollernkanal, bis kurz vor die Mäckeritzbrücke, gerudert. Aufgrund des starken Gegenwinds war für alle Mannschaften die erste Hälfte der Strecke besonders anstrengend. Hatte man es aber in den Hohenzollernkanal geschafft, ruderte es sich mit leichtem Schiebewind wesentlich angenehmer. Auf dem Saatwinkler Steg, auf und unter der Tegeler Brücke standen viele Familienmitglieder, Freunde und Vereinskamerad*innen, die uns lautstark anfeuerten. Manch einer radelte auch an der Strecke entlang. Das Ziel war leider etwas schlecht zu erkennen – irgendwann bimmelte es aus einem Busch am Saatwinkler Damm. Am LRV war deutlich mehr Platz zum Anlegen als in der Innenstadt, so dass es nicht lange dauerte – und auch hier gab es die bewährte Unterstützung durch Arkon*innen für die erschöpften Sportler*innen.

Vielen Dank für einen tollen Regattatag – mein Dank gilt vor allem den vielen Helfer*innen!

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

1. Platz:                       Gwendolin Leishman im JF 4x+A

1. Platz:                      Wiebke Kaufhold im MW8+ E

1. Platz:                      Yehor Zakharov, Ben Luis Häber und Lilly Herbach im JM 8+B

1. Platz:                       Dorothea Schmidt, Katja Czerr, Birte Ganz, Martina Banthau und Sibille Pletsch im MW 4x+ D (Gig)

2. Platz:                       Valentin Schlegel im SM8+ A

2. Platz:                       Stefan Forner, Jörg Irmer und Arnold Hiß im MM 4+ E (Gig)

3. Platz:                       Martina Taschner, Katja Simon, Marina de Groot, Anita Ulrich und Katrin Lohmann im MW4x+ C (Gig)

Herzlichen Glückwunsch!

Sibille Pletsch

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