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Ruderwanderfahrt Unstrut/Saale vom 14.7. bis zum 20.7.2014

von Thomas Osteroth

10. September 2014

  1. Tag, Mo, 14.7. Roßleben – Karsdorf (23,1 km)

 

Ja, Schwein­s­tei­ger hat es uns bestä­tigt: Auch wir sind Welt­meis­ter! Dass wir als sol­che mit­ten in der Nacht auf­ste­hen müs­sen, um am Tag nach dem Tri­umph von Rio gegen 8.30 Uhr an der Schar­fen Lan­ke ein­zu­tref­fen, ent­wer­tet die­sen schö­nen Titel erheb­lich. Überpünkt­li­che 20 Minu­ten nach der geplan­ten Abfahrts­zeit ver­las­sen zwei Bus­se, zwei Vie­rer, ein Drei­er und 16 Arko­nen den hei­mi­schen Herd Rich­tung Süden. Zwei Navis, zwei Rich­tun­gen: Der Wagen mit Boots­an­hän­ger hat den Menü­punkt „Kei­ne Fäh­re benut­zen“, den fin­di­ge Pro­gram­mie­rer in einem Anfall von Men­schen­ver­ach­tung erfun­den haben, nicht ange­kreuzt, was ihm in Hal­le zum Ver­häng­nis wird. Der ande­re Bus rast Rich­tung Leip­zig und steht bei Des­sau eine drei­vier­tel Stun­de auf der Auto­bahn, nach­dem ein Auto­fah­rer im Bau­stel­len­be­reich offen­sicht­lich sei­ne Fahr­küns­te über­schätzt hat­te. Wir sehen die Rauch­wol­ke schon von wei­tem und ahnen Böses.

Bei­de Wagen errei­chen also Roß­le­ben mit kur­zem Abstand statt um 12 erst gegen 14 Uhr, wir rig­gern auf und pick­ni­cken anschlie­ßend, wobei uns die Zeit durch eine halb­stün­di­ge Steg­reif­re­de über das ach­zig­jäh­ri­ge erfüll­te Ruder­erle­ben des Ver­eins­vor­sit­zen­den des RC Roß­le­ben ver­trie­ben wird. Aber auch die­se Rede erreicht irgend­wann ein natür­li­ches Ende und gegen soli­de 15.15 Uhr ste­chen die drei Boo­te in See. Neben­bei schickt uns der Vor­sit­zen­de noch eine War­nung vor der für ihre Heim­tü­cke beson­ders gegen Ruder­boo­te bekann­te Brü­cke von Mem­le­ben hin­ter­her. Und wie das Leben so spielt: Eine Hava­rie kann zwar nicht ver­hin­dert wer­den, läuft aber inso­fern glimpf­lich ab, als dass Men­schen nicht zu Scha­den kom­men. Ein Aus­le­ger hat hin­ge­gen eine sehr eigen­wil­li­ge, an einen Nie­ren­tisch erin­nern­de Form ange­nom­men, die zum Wei­ter­ru­dern jedoch eher weni­ger geeig­net ist. Glück­li­cher­wei­se gibt es einen Ersatz­aus­le­ger, auch wenn die­ser streng genom­men nicht ganz passt. Wenn das doch schon alles gewe­sen wäre! Als ob irgend­wel­che Mäch­te eine Stra­fe für das schö­ne Rudern, den mit wei­ßen Wölk­chen betupf­ten Him­mel und die doch nicht wie vor­her­ge­sagt nie­der­ge­hen­den Gewit­ter­güs­se ver­hän­gen wol­len, erken­nen wir in Kars­dorf, dass Wei­ter­ru­dern mor­gen nicht mög­lich sein wird, weil Bäu­me dort den Weg ver­sper­ren, wo sie nichts zu suchen haben: Im Fluss. Also heißt es abrig­gern, erst mal im Hotel Tri­as (Plat­ten­bau, char­man­tes Ambi­en­te, lei­der kei­ne Sol­jan­ka) essen (Menü für 12 €) und um 23.30 Uhr, nach­dem eine Grup­pe den Anhän­ger aus Hal­le, wohin er erst am Nach­mit­tag gebracht wor­den war, abge­holt hat, alles im Dun­keln ver­la­den, um mor­gen früh die Extra-Schleu­sung zeit­lich zu stem­men. Alle packen mit an, außer einer Ruder­freun­din, die ihren Schlaf nicht zu unter­bre­chen gedenkt. Jeder hat schon mal von Dun­kel­re­stau­rants gehört. Dun­kel­boots­ver­la­dun­gen gehö­ren auch in die­se bizar­re Kate­go­rie des Außer­ge­wöhn­li­chen. Das Kom­man­do „offe­ne Sei­te Mond“ setzt einen zar­ten, poe­ti­schen Abschluss unter einen zwar nicht per­fek­ten aber durch­weg span­nen­den Rudertag!

 

  1. Tag, Di, 15.7. Karsdorf/Tröbsdorf – Naumburg (ca. 24 km)

 

Vor­mit­täg­li­ches Aufrig­gern hin­ter der Tröbs­dor­fer Schleu­se, schö­nes Wet­ter, drei Schleusen,

kei­ne Zwi­schen­fäl­le (!), Besich­ti­gung der Sekt­kel­le­rei Rot­käpp­chen in Freyburg,

abends: Ter­ras­se des Alten Fel­sen­kel­lers bei Son­nen­un­ter­gang (Essen gut, dau­ert aber…).

 

  1. Tag, Mi, 16.7. Naum­burg – Bad Dür­ren­berg (31,5 km)

Ges­tern Abend kein Dun­kelrig­gern, auch heu­te ver­mis­sen eini­ge Kame­ra­den die mor­gend­li­che Arbeit am Mate­ri­al. Wir kön­nen „ein­fach so“ am Ruder­haus des Rot-Weiß-Naum­burg los­fah­ren. Aller­dings muss ein Boot noch mal am Alten (reno­vier­ten) Fel­sen­kel­ler anle­gen, um Pro­vi­ant für die Kame­ra­den zu bun­kern, die sich vor­zei­tig vom Früh­stücks­tisch absen­tiert hat­ten und die des­halb die ent­spre­chen­de Ansa­ge des Fahr­ten­lei­ters nicht mit­be­kom­men hat­ten. Die Betrof­fe­nen gelo­ben still­schwei­gend Bes­se­rung. Wir las­sen Wein­ber­ge mit schö­nen Win­zer­häu­sern, Bur­gen und ver­fal­len­de Bahn­ge­bäu­de an uns vor­über­zie­hen und beob­ach­ten die schwim­men­de und flie­gen­de ein­hei­mi­sche Tier­welt. Der Schleu­sen­dienst beglei­tet uns die vier Schleu­sen des Vor­mit­tags und lässt es sich nicht neh­men, uns hin­ter der Schleu­se Wei­ßen­fels zwei Kan­nen Kaf­fee zu kochen. Das Wort von der Ser­vice­wüs­te haben die Genos­sen wohl noch nicht ver­in­ner­licht. Auch die schöns­te Mit­tags­pau­se im schat­ti­gen Obst­gar­ten geht zu Ende und wir rudern noch mal 15 km bis Bad Dür­ren­berg. Eini­ge weni­ge Regen­trop­fen wol­len uns Abküh­lung ver­schaf­fen, die gna­den­lo­se Son­ne lässt sie aber sofort ver­schwin­den. Am Kanu­club lei­ten wir vor­schrifts­ge­mäß 78,2 m vor dem Steg die Wen­de ein, blei­ben aber auf dem Fluss lie­gen, weil es am Ufer plötz­lich kei­ne Strö­mung mehr gibt. Wir legen trotz­dem an und der Pro­to­kol­lant erkennt auch nach vier Jah­ren den Haus­wart, vor allem wegen sei­nes zah­men Dober­manns (der wohl eigent­lich eine Dober­frau ist) wie­der. Damals haben wir eine zwei­te Über­nach­tung im Fel­sen­kel­ler dem Luft­ma­trat­zen­la­ger vor­ge­zo­gen, dies­mal wagen wir es, die Sport­hal­le des Ver­eins als Über­nach­tungs­an­ge­bot in Anspruch zu neh­men. Wir brei­ten zwi­schen den Han­teln, Kraft­ma­schi­nen und Spros­sen­wän­den unse­re Schlaf­sä­cke aus, nach­dem wir durch Quer‑, Stoß- und Schock­lüf­tung ver­su­chen, den süß­lich-bit­te­ren Geruch der letz­ten 14.000 Trai­nings­ein­hei­ten aus den Räu­men zu ver­trei­ben, was aller­dings nur unbe­frie­di­gend gelingt.

Eini­ge sind cle­ver, sie brei­ten ihr spar­ta­ni­sches Nacht­la­ger auf Holz­die­len aus, die schon im 1. Welt­krieg zu alt waren, um ver­heizt zu wer­den. Die Trä­gen, Lang­sa­men und Lethar­gi­schen wer­den in einen Raum mit Tep­pich­bo­den gezwun­gen, des­sen Aus­se­hen wegen Far­be und Mus­ter eigent­lich laut Haa­ger Land­kriegs­ord­nung geäch­tet sein müss­te. Die Myria­den von Haus­staub­mil­ben, die sich im Tep­pich seit Jahr­zehn­ten unge­hin­dert fort­pflan­zen, wer­den wir viel­leicht erst spä­ter in Form von asth­ma­ti­schen Anfäl­len zur Kennt­nis neh­men. Ins­ge­samt: Schö­nes, authen­ti­sches Ambi­en­te, das all­mäh­lich die Errun­gen­schaf­ten der poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Wen­de erfährt: Die Steg­an­la­ge ist nicht mehr nur unter Lebens­ge­fahr zu benut­zen, aber Dusch­was­ser muss schließ­lich nicht immer warm sein, Haupt­sa­che, das Bier ist nicht zu kalt.

Abends essen wir im Restau­rant „Saa­le­strand“. Ent­ge­gen der ers­ten, nai­ven Ver­mu­tung gibt es weder Saa­le noch Strand zu sehen, aber ein klei­ner Bier­gar­ten mit lecke­ren Pfif­fer­lings­ge­rich­ten ver­söhnt uns. Und weil wir am nächs­ten Mor­gen unser Früh­stück nicht unter den hygie­ni­schen Bedin­gun­gen des Kanu­clubs ein­neh­men wol­len, ver­ab­re­den wir im „Saa­le­strand“ für 8 Uhr einen Ter­min. Wir sehen uns noch das Gra­dier­werk (Salz­was­ser­ver­rie­se­lungs­an­la­ge, viel­leicht kann man damit gegen Haus­staub­mil­ben­asth­ma ankämp­fen) an und im Anschluss dar­an sit­zen die übli­chen Ver­däch­ti­gen noch ein Stünd­chen, dies­mal wirk­lich mit Saale­blick, am Ufer des Kanu­clubs, und ver­su­chen, gegen ihr Flüs­sig­keits­de­fi­zit anzukämpfen.

 

  1. Tag, Do, 17.7. Bad Dürrenberg – Halle (30,6 km)

 

Mit stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren wer­den auch die Etap­pen end­lich län­ger. Nach dem Früh­stück im Restau­rant Saa­le­strand, ca. 15 km bis Mer­se­burg rudern (drei Schleu­sen). Rast beim Ruder­club (kein Kuchen, kei­ne Geträn­ke, kei­ne Snacks, aber: Restau­rant­be­trieb! Jedoch erst nach unse­rer Abfahrt. Da könn­te ja jeder kom­men…). Wei­ter­ru­dern am Nach­mit­tag bis Hal­le (eine Selbst­be­die­nungs­schleu­se). Land­schaft unspek­ta­ku­lär. Vor dem Abend­essen plan­mä­ßi­ger Per­so­nal­wech­sel (einer geht, eine kommt). Her­vor­ra­gen­de Küche im Ruder­haus Boell­berg, wegen zwei Stun­den War­te­zeit um eini­ge Michelin­ster­ne abge­wer­tet. Danach kur­zes Bei­sam­men­sein eini­ger Kame­ra­den in der Ehren­hal­le, drau­ßen fres­sen die Mücken, alles, was noch Blut in den Adern hat…

 

  1. Tag, Fr, 18.7. Halle – Könnern (38,8 km)

 

Wer hat nun recht? Der Smart­pho­ne-Wet­ter­be­richt sagt 29° – 31°C vor­her, am Cam­ping­platz Saa­le­tal zeigt das 50ct-Ther­mo­me­ter im Schat­ten des Aus­schanks 34°C. Fünf Schleu­sen am Vor­mit­tag und eine am Nach­mit­tag wer­den gemeis­tert, auch die Was­ser­schutz­po­li­zei Hal­le rät uns per Laut­spre­cher, Was­ser und Son­nen­creme mit­zu­neh­men. Ech­te Freun­de, lei­der kei­ne Hel­fer. Es gibt trotz­dem kei­ne Hit­ze­op­fer, alles gut genug trai­nier­te Arko­nen, Was­ser wird in 1,5‑l-Flaschen ver­zehrt. Der Schnitt der Etap­pe ist lei­der nicht sym­me­trisch, 28,5 km bis zur Pau­se am Zelt­platz Saa­le­tal in Kosch­witz sind bei der Hit­ze schon grenz­wer­tig, aller­dings erüb­rigt sich jeg­li­cher Toi­let­ten­be­such, man schwitzt sofort alles aus. Weil die letz­te Schleu­se um 17.30 Uhr die Tore dicht macht, kön­nen wir nur 40 Minu­ten lang Kaf­fee, Eis und Kuchen ordern, was beim Wirts­ehe­paar klei­ne Stress­at­ta­cken zur Fol­ge hat, trotz­dem gelingt es, recht­zei­tig zu star­ten. Seit Wet­tin sind die Schleu­sen­kam­mern so groß wie ein hal­ber Fuß­ball­platz, was die Ein- und Aus­fahrt in For­ma­ti­on ermög­li­chen wür­de. Die letz­ten 10 km bis Kön­nern tun kaum noch weh, aller­dings gibt es kei­ne Boots­an­le­ge­stel­le. Wir brin­gen die Boo­te etwas unkon­ven­tio­nell über eine stei­le Böschung an Land. Da alle mit anpa­cken gelingt es bes­ser als erwartet.

Im Hotel Gol­de­ner Ring haben wir auch mal wie­der Ein­zel- und Dop­pel­zim­mer und nach der Mensch­wer­dung durch Duschen neh­men wir unser vor­be­stell­tes Mahl ein. Recht ordent­li­che bis gute Qua­li­tät, geme­ckert wird sowie­so nicht. Eine kur­ze Stadt­er­kun­dung von Unver­bes­ser­li­chen zeigt ein intak­tes DDR-Stadt­bild inklu­si­ve gut reno­vier­ten Häu­sern, ver­schan­deln­den Nach­wen­de­bau­ten und den lei­der etwas ver­wahr­los­ten Platz an der Lenin-/Ecke Frie­den­stra­ße. Auch Rat­haus und Kir­che sind schö­ne Bau­wer­ke. Ins­ge­samt stim­mig, aber ein Ort, in dem man eigent­lich nicht sei­nen Lebens­abend ver­brin­gen möch­te, wenn man dafür sein Anwe­sen in der Tos­ca­na tau­schen müss­te. Recht­zei­ti­ges „schlaf-gut“-Wünschen gegen 22.30 Uhr.

 

  1. Tag, Sa, 19.7. Könnern – Calbe (36,3 km)

 

Bei 34°C im Schat­ten, d.h. ca. 44°-50° in der Son­ne, die auf dem Was­ser man­gels schat­ten­spen­den­der Über­da­chung meist scheint, soll­te man sich tags­über in abge­dun­kel­ten Räu­men auf­hal­ten, gekühl­te Geträn­ke in Reich­wei­te, die Bei­ne sinn­vol­ler Wei­se hoch­ge­legt und den Kreis­lauf auf stand by run­ter­ge­fah­ren. All dies tun wir nicht, weil der Plan ande­res von uns ver­langt. Wir rudern und ver­su­chen trotz­dem zu genie­ßen, was pha­sen­wei­se auch gelingt: Die nach einer Fluss­bie­gung auf­tau­chen­de Sil­hou­et­te von Bern­burg ent­schä­digt für die Fron.

Pau­se nach 20 km beim Bern­bur­ger Ruder­club. Da eini­ge wahn­sin­ni­ge Ein­hei­mi­sche in der Mit­tags­hit­ze sogar Fuß­ball spie­len (in der Som­mer­pau­se!), haben zum Glück für uns Imbiss und Toi­let­te geöff­net. Wir rudern nach Cal­be, Fahr­ten­lei­ter Achim hat die letz­te Etap­pe ange­sichts der (Wet­ter-) Umstän­de kurz­fris­tig geteilt. Viel Land­schaft ist vom Boot aus nicht zu sehen, ab und an ein Baum, der die Böschung über­ragt, wird als High­light wahr­ge­nom­men. Die Bus­se brin­gen uns nach Bar­by und um 19.30 Uhr: Über­ra­schung! Pünkt­lich, wie es die älte­ren unter uns noch aus Erzäh­lun­gen der Urgroß­el­tern von der ehe­ma­li­gen Reichs­bahn ken­nen, steht das Essen auf dem Tisch. Wie­der­um sehr ordent­lich, bei gutem Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis. Beim abend­li­chen Zusam­men­sit­zen auf dem Hof des Neben­ge­bäu­des (wir wol­len die Hoch­zeits­fei­er, deren Stim­mung eher einer Beer­di­gungs­fei­er gleicht, nicht stö­ren) kommt end­lich Achims Gitar­re zum Ein­satz. Auch ohne Lager­feu­er wäre in Ber­lin die Poli­zei kei­ne zehn Minu­ten spä­ter auf­ge­taucht, um den Lärm zu unter­bin­den. Hier im Anhal­ti­ni­schen haben die Men­schen ent­we­der noch ein Gespür für wah­re Volks­kunst oder sie benut­zen ab 21 Uhr grund­sätz­lich Oro­pax. Zur Text­si­cher­heit tra­gen sowohl die Benut­zung von Stirn­lam­pen als auch der Ver­zehr von einer Palet­te Küm­mer­ling erheb­lich bei (weni­ge Rest­ex­em­pla­re des Live-Mit­schnit­tes des Kon­zerts sind beim Fahr­ten­lei­ter erhältlich).

 

  1. Tag, So, 20.7. Calbe – Barby (21,6 km)

 

Da die Hoch­zeits­fei­er kurz nach dem Wort zum Sonn­tag ihrem Ende ent­ge­gend­rög­te konn­ten die meis­ten Mit­glie­der unse­rer Ruder­trup­pe aus­rei­chen­den Nacht­schlaf genie­ßen. Wir dür­fen am Vor­mit­tag noch die Rest­etap­pe vom Sonn­abend nach­ar­bei­ten, was wir bei bra­si­lia­ni­scher Schwü­le zwi­schen 9.30 Uhr und 12.30 Uhr tun. Die Elbe emp­fängt uns mit gemä­ßig­ter Strö­mung, so dass das Anle­gen vor der Bar­by­er Fäh­re kein gro­ßes Pro­blem dar­stellt. Um 14 Uhr ist abgerig­gert, der Boots­an­hän­ger kann zwar auf die Fäh­re hinauf‑, nicht aber von sel­bi­ger hin­un­ter­fah­ren, da die Böschung zu steil ist und er hin­ten auf­set­zen wür­de. Da das Pro­blem bekannt ist, wird es auf kon­ven­tio­nel­le Wei­se mit Mus­kel­kraft gelöst.

 

Klei­ne­re Ver­zö­ge­run­gen im Fähr­be­trieb küm­mern uns nicht; es ist Sonn­tag, bis zur Lin­den­stra­ße ist noch genug Zeit. An der Schar­fen Lan­ke wer­den die Boo­te natür­lich einer Grund­rei­ni­gung unter­zo­gen, bevor wir lei­der kein Abschluss­ge­tränk zu uns neh­men kön­nen, da sich die Öko­no­mie bereits im ver­dien­ten Fei­er­abend­mo­dus befindet.

Sei’s drum: Ca. 3000 Ruder­ki­lo­me­ter wer­den dem Arko­na-Kon­to gut­ge­schrie­ben, aber hin­ter die­ser schnö­den Zahl steht viel Spaß, Gemein­sam­keit und Anstren­gung beim Rudern sowie viel Arbeit in der Vor­be­rei­tung durch die Fahr­ten­lei­tung. Vie­len Dank dafür.

Klaus Becker

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