Arkona Blog

Sommerwanderfahrt 2017 auf der Elbe nach Hamburg – Fahrtenbericht komplett

von Joachim Bläck-Neumann | Juli 27, 2017 | 2017, Breitensport, Wanderfahrt

Mit der Wan­der­fahrt auf der Elbe vom 23. – 30. Juli 2017 wur­de das Ziel erreicht, die Elbe von der Mol­dau bis nach Ham­burg befah­ren zu haben.

Wir star­te­ten am Sonn­tag, den 23.07.17. Wäh­rend die Auto­fah­rer den Leih­wa­gen und Hän­ger hol­ten, konn­ten die Bahn­fah­rer ent­spannt den letz­ten Rest ein­pa­cken (im Trai­ler war schon eini­ges am Sams­tag ver­staut wor­den) und mit­tags pünkt­lich den Regio nach Wit­ten­ber­ge bestei­gen. Dank eines aus­ge­klü­gel­ten Sys­tems hat­ten fast alle einen Sitz­platz im gut gebuch­ten Zug. Da der Bus mit den Boo­ten vor den Bahn­fah­rern in Wit­ten­ber­ge war stand Burk­hard am Bahn­hof schon bereit, und brach­te die Bahn­fah­rer zum Quar­tier Deich­hof Garse­dow. Die übri­gen Bus­fah­rer hat­ten die Boo­te bereits ans Was­ser gebracht und auf­ge­rig­gert. Jetzt im net­ten Innen­hof des lie­be­voll restau­rier­ten Hofes ver­zehr­ten wir die mit­ge­brach­ten Bou­let­ten und die selbst­ge­ba­cke­nen Kuchen. Dan­ke an die Spen­de­rin­nen. War alles sehr lecker! Dann brach­te Achim mit Hel­fern den Hän­ger nach Gor­le­ben, zeig­te ihnen Anlan­de­punk­te für die Mit­tags­pau­se und die Zurück­ge­blie­ben mach­ten einen Spa­zier­gang und lie­ßen es sich gutgehen.

Abends ver­wöhn­te uns die Wir­tin mit einem rus­ti­ka­len Abend­brot und das von uns selbst gezapf­tes Bier floss in Strö­men :-). Wet­ter passte…alles gut. Der Deich­hof ist zu emp­feh­len: Lie­be­voll ein­ge­rich­te­te Zimmer…nette Wirtsleute…und ide­al für Was­ser­sport­ler und Rad­ler. Ger­ne wieder!!!

Rude­risch star­te­ten wir am Mon­tag, den 23.07.2017 in Wit­ten­ber­ge. Nach einer wun­der­schö­nen Fahrt durch eine Land­schaft, wo nichts ist außer Gegend, also Was­ser und Ufer mit Wie­sen und Bäu­men, kei­ne Ver­kehrs­ge­räu­sche, kei­ne Motor­boot­wel­len, kei­ne Last­schif­fe, mach­ten wir in Schna­cken­burg Mit­tags­pau­se. Dort gab es eigent­lich auch nichts. Aber das ist gelo­gen. Die haben ein Grenz­land­mu­se­um. Das kann man für 2,50 Euro besich­ti­gen. Wer das nicht will, kann aber trotz­dem für 0,50 Euro die Toi­let­te benut­zen. Die Muse­ums­frau berich­te­te mir, dass es in Wit­ten­ber­ge reg­ne­te. Aber da kamen wir her.

Wei­ter ging es durch viel Gegend nach Gor­le­ben. In dem 1 Kilo­me­ter lan­gen Stück des Neben­flus­ses Aland gibt es Eis­vö­gel und einen Sport­boot­ha­fen, des­sen Ste­ge für Ruder­boo­te aber nicht geeig­net sind. Dort gibt es aber eine Sta­ti­on des Was­ser­schiff­fahrts­am­tes. An deren Wie­se durf­ten wir anle­gen, die Boo­te raus­neh­men und über Nacht auf der Wie­se lagern. Sehr nett. Dabei wur­den wir übri­gens von Freun­den aus Tief­wer­der gefilmt. Die sind mit ihrem Motor­boot von Ber­lin zur Schlei unter­wegs. Und fah­ren sehr ruder­boot­freund­lich. Wer sich die Fotos aller­dings genau­er ansieht wird fest­stel­len, dass es reg­net. Das war auf den letz­ten Etap­pen­ki­lo­me­tern. Aber sonst war es schön.

Diens­tag. Wat’n Schiet­wet­ter. Den jan­zen Tach Rejen. Nie­sel­re­jen. Nich ma Bla­sen auf dem Was­ser. Kaum gesagt, pladdert’s los. Aber nur kurz. Dann wie­der Nie­sel. Zur Mit­tags­pau­se gab es Son­ne! Micha und Wil­li Kan­tel zei­gen uns die Ein­fahrt zum Sport­boot­ha­fen Hitz­acker. Dafür set­zen sie ein­fach auf der Sand­bank in der Ein­fahrt zum Sport­boot­ha­fen auf und geben den ande­ren bei­den Boo­te Anwei­sun­gen, wie die­se zu umschif­fen ist.

Hitz­acker ist ein hüb­scher Ort. Mit einem net­ten Cafė. Und einer Ter­ras­se beim MYC Hitz­acker. Dann geht es wei­ter. Rudern und Regen. Ekli­ger Regen von vorn. Blöd für die Steu­er­leu­te. Beim Anle­gen am Strand in Stie­pel­se beim Gäs­te­haus Licht­blick war der Regen vor­bei. Schöön.

Die nas­sen Kla­mot­ten konn­ten am Mitt­woch wäh­rend der Ruder­pau­se trock­nen. Der Wirt häng­te die Steu­er­ja­cken in den Hei­zungs­kel­ler. Und am Don­ners­tag war alles wie­der schön. Der Trai­ler steht schon in Hamburg.

Und jet­ze sit­zen wir auf der Ter­ra­se im Hotel Elb­blick in Tes­per­hu­de. Nach einer kur­zen 37,5 Km Etap­pe mit Mit­tags­pau­se bei der RG Lau­en­burg und anschlie­ßen­dem Gegen­wind und höhe­ren Wel­len auf den letz­ten 12,5 Km lie­gen die Boo­te jetzt bei der Ruder­grup­pe Geest­hacht. Wir war­ten auf das Abendessen.

Seit Lau­en­burg – Elbe-Lübeck-Kanal – gibt es auch rich­tig Schiffs­ver­kehr. Lastkähne.

Was­ser­re­gu­lie­rung geht vor Schleusung.

Die heu­ti­ge Zeit­fol­ge 6:7:8 stand für frü­hes Auf­ste­hen, Früh­stü­cken, Able­gen. Das gelang uns sogar und wir leg­ten gegen 9 Uhr bei spie­gel­glat­tem Was­ser ab und konn­ten zügig die Schleu­se Geest­hacht pas­sie­ren. Danach war es plötz­lich doch win­dig und die ablau­fen­de Tide und wir kämpf­ten mit Wel­len und Wind. Da die Elbe mäan­driert ver­än­der­ten sich die Ruder­be­din­gun­gen auch wie­der. Schau­er waren natür­lich auch dabei. Jacke an, Jacke aus. Was­ser­las­sen am Elbe-Beach und wei­ter zur Mit­tags­pau­se in der Hafen Oort­ka­ten. Dort dann zur Abwech­se­lung auch mal ein Gewit­ter vor­über­zie­hen las­sen und wei­ter gen Ham­burg. Jacken an, Jacken aus und letz­ter Steu­er­manns­wech­sel bei der Ein­fahrt in die Ham­bur­ger Gewäs­ser. Nun über­nah­men unse­re tap­fe­ren Obmän­ner das Steu­er ihres jewei­li­gen Boo­tes. Das war auch gut, denn „Was­ser­re­gu­lie­rung geht vor Schleu­sung“ :-). Heißt: Anruf beim Schleu­sen­wär­ter der Schleu­se zur Bin­nen­als­ter. Die­ser woll­te dem­nächst mit der Was­ser­re­gu­lie­rung begin­nen. Also kei­ne Schleu­sung in den nächs­ten 2 Stun­den. Anle­gen zwi­schen­durch schwie­rig, da hohe Spund­wän­de und kei­ne Ste­ge. Am Anle­ger Mess­berg konn­te wir kurz fest­ma­chen. Dann gab Ille uns per Tele­fon den Tipp, am City Sport­ha­fen Nähe Lan­dungs­brü­cken irgend­wie anzu­le­gen. Das moch­te der Hafen­wart nicht wirk­lich. Also noch­mal umpar­ken und den Schleu­sen­wär­ter noch­mal anru­fen. Super. 17:45 Uhr soll­te etwas gehen und dem war auch so. Dann flutsch­te es und der adret­te Schleu­sen­wär­ter (Geor­ge Micha­el für Arme 🙂 bekam auch sei­ne 2,- Euro Gebühr pro Boot. Zwei­te Schleu­se auch kein Pro­blem. Wet­ter pass­te dann auch und am Jung­fern­stieg ging es auf die Bin­nen­als­ter und es war nach dem lan­gen span­nen­den Tag nicht mehr weit bis zum Als­ter Rude­rer­ver­ein Han­se­at. Dort freu­ten sich Ille und der Land­dienst über unse­re Ankunft. Boo­te durf­ten wir lie­gen las­sen. Abrig­gern war nicht mehr. Dafür Abschluss­fo­to und Abchluss­schei­de­be­cher. Anstos­sen auf eine tol­le Fahrt.

Abends spä­tes Mahl im Bayr.Hofbräuhaus… und dann müde in die Jugendherbergsfedern.
Das war der span­nends­te Tag und ein super Trai­ning für Ruder­tech­nik und Kon­zen­tra­ti­on. DANKE AN UNSERE OBLEUTE UND DEN FAHRTENLEITER FÜR DIE KONSEQUENTE STEUERLEISTUNG IN HAMBURG!

Und dann war da noch der ruder­freie Sams­tag in Ham­burg. Unter ande­rem waren wir bei der Duck­omen­ta, einer „augen­zwin­kern­de Kunst­aus­stel­lung“ unter dem Mot­to „MomEn­te der Welt­ge­schich­te“. Bei der 1,5‑stündigen Füh­rung durch die Aus­stel­lung haben wir aus­gie­big gelacht und die Kunst­wer­ke bewun­dert. Eini­ge haben sich dann noch am Spät­nach­mit­tag ins Minia­tur­wun­der­land bege­ben und kamen aus dem Stau­nen nicht mehr raus. So fand die­se Ruder­tour auch noch einen kul­tu­rel­len Abschluss.

Manue­la Mühl­hau­sen und Achim Bläck-Neumann

Und hier die Fotos im Minia­tur­for­mat. Kli­cken für Groß­bild. Auch Dia­show ist dann mög­lich. Viel Spaß.

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Die Traditions-Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“ fand dieses Jahr zum 97. Mal statt – aufgrund von Bauarbeiten am Spreeufer in der Innenstadt verlief die Strecke jedoch nicht von Jungfernheide zum Haus der Kulturen der Welt, sondern vom RC Tegel zum LRV.

Auf dem Sattelplatz vor den Sunset Stufen der Greenwichpromenade herrschte am Regattatag ab 10.00 Uhr das übliche Treiben, die Radfahrer mussten sich an zahlreichen Booten vorbeischlängeln und viele Fußgänger schauten dem Spektakel interessiert zu. Materialablage und Steg waren in meinen Augen wesentlich besser als an der Jungfernheide, das Wetter – viel Wind – jedoch sehr üblich für den Tegeler See.

Gestartet wurde in ca. 30s Abstand zwischen den Crews vor dem RC Tegel: es wurde - etwas windgeschützt - vorbei an den Inseln Scharfenberg und Valentinswerder in den Hohenzollernkanal, bis kurz vor die Mäckeritzbrücke, gerudert. Aufgrund des starken Gegenwinds war für alle Mannschaften die erste Hälfte der Strecke besonders anstrengend. Hatte man es aber in den Hohenzollernkanal geschafft, ruderte es sich mit leichtem Schiebewind wesentlich angenehmer. Auf dem Saatwinkler Steg, auf und unter der Tegeler Brücke standen viele Familienmitglieder, Freunde und Vereinskamerad*innen, die uns lautstark anfeuerten. Manch einer radelte auch an der Strecke entlang. Das Ziel war leider etwas schlecht zu erkennen – irgendwann bimmelte es aus einem Busch am Saatwinkler Damm. Am LRV war deutlich mehr Platz zum Anlegen als in der Innenstadt, so dass es nicht lange dauerte – und auch hier gab es die bewährte Unterstützung durch Arkon*innen für die erschöpften Sportler*innen.

Vielen Dank für einen tollen Regattatag – mein Dank gilt vor allem den vielen Helfer*innen!

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

1. Platz:                       Gwendolin Leishman im JF 4x+A

1. Platz:                      Wiebke Kaufhold im MW8+ E

1. Platz:                      Yehor Zakharov, Ben Luis Häber und Lilly Herbach im JM 8+B

1. Platz:                       Dorothea Schmidt, Katja Czerr, Birte Ganz, Martina Banthau und Sibille Pletsch im MW 4x+ D (Gig)

2. Platz:                       Valentin Schlegel im SM8+ A

2. Platz:                       Stefan Forner, Jörg Irmer und Arnold Hiß im MM 4+ E (Gig)

3. Platz:                       Martina Taschner, Katja Simon, Marina de Groot, Anita Ulrich und Katrin Lohmann im MW4x+ C (Gig)

Herzlichen Glückwunsch!

Sibille Pletsch

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