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Wanderfahrt auf der Peene 29.09. – 03.10.2017

von Joachim Bläck-Neumann

24. Oktober 2017

Unse­re dies­jäh­ri­ge Ruder­tour zum Tag der Deut­schen Ein­heit führ­te uns an die Pee­ne. Mit 9 Per­so­nen in drei PKW  ging es unter der Fahr­ten­lei­tung von Inge Heck­ner am Frei­tag über die A10 und A24 Rich­tung Dah­men am Mal­chi­ner See. Der Abend begann mit einem Schau­spiel: Im Linu­mer Bruch flie­gen bei unter­ge­hen­der Son­ne Hun­der­te Kra­ni­che ein.
Dann sind aller­dings meh­re­re Staus auf der A10 und A24 ange­sagt. Das Navi emp­fiehlt Rheins­berg abzu­fah­ren, doch wir fol­gen dem Rat von Sebas­ti­an und blei­ben auf der A24. Das war ein Feh­ler. Aber um 20:45 waren wir dann auch im „Strand­korb“ bei Jens, dem Wirt. Nach einem guten Abend­essen bezo­gen wir unse­re Bun­ga­lows im ehe­ma­li­gen Betriebs­fe­ri­en­la­ger vom Strö­mungs­ma­schi­nen­bau Pir­na und fie­len noch vor Mit­ter­nacht in see­li­gen Schlaf.
Am ers­ten Ruder­tag ging es zunächst über den Mal­chi­ner See und den idyl­li­schen Dah­mer Kanal nach Mal­chin. Unser Mit­tag­s­pick­nick nah­men wir beim Kanu­ver­ein nach 17 Km ein. Danach ruder­ten wir  wegen des unan­ge­neh­men Sei­ten­win­des über den Kum­me­rower See unter Land wei­ter. Das brach­te mehr Kilo­me­ter, die ins­be­son­de­re Sebas­ti­an noch zu Erfül­lung der Som­mer­wett­be­werbs brauch­te. In Ver­chen war nach dem Aus­fah­ren der Buch­ten am Strand beim Kanu­ver­leih „Aben­teu­er Pee­ne­tal“ das Tages­etap­pen­ziel erreicht. Im Kin­der- und Jugend­ho­tel Ver­chen bezo­gen wir unser Nacht­quar­tier. Die Mehr­bett­zim­mer wur­den paar­wei­se belegt und Hol­ger war im ehe­ma­li­gen Brau­haus im Drei­bett­zim­mer allein zuhaus. Für den Kom­fort muss­ten wir aller­dings auch 10 Euro pro Per­son Fehl­be­le­gungs­ab­ga­be bezah­len. Im Brau­haus durf­ten wir als Aus­gleich im gemüt­li­chen Krea­tiv­raum essen. Sie stell­ten uns auch Grill, Grill­koh­le und Ess­ge­schirr zur Ver­fü­gung. Außer uns war noch eine knapp 50 Per­so­nen star­ke Jugend­grup­pe aus einer evan­ge­li­schen Gemein­de aus Lüne­burg zu Gast. Doch oh Wun­der, die Nacht blieb ruhig.

Der zwei­te Ruder­tag war ursprüng­lich mit 28 Km ange­setzt. Zwar war das Wet­ter nicht schön – Sprüh­ne­bel -, aber Sebas­ti­an brauch­te wie schon erwähnt noch Kilo­me­ter. Und somit war es für Ingrid nicht schwer, die VL zu über­re­den, noch eini­ge Abste­cher zu rudern. Was macht man nicht alles für sei­ne Sport­freun­de. Also ging es am Vor­mit­tag noch in den Dra­gu­ner Kanal. Am Was­ser­wan­der­rast­platz erwar­te­te uns der Land­dienst ‑heu­te Vor­mit­tag war Man­fred dran – mit einer auf­wär­men­den Über­ra­schung. Schnell ange­legt, hopp hopp, rin in‘ Kopp, Steu­er­manns­wech­sel und wei­ter ging’s bis nach Dem­min zur Mit­tags­pau­se. Mitt­ler­wei­le hör­te der Sprüh­ne­bel auf und wir blie­ben den Rest des Tages bis Loitz von innen und außen tro­cken. Dort ange­kom­men muss­ten wir uns beei­len, damit uns die Küche von Korl Loitz noch mit schmack­vol­len Spei­sen bewirtete.

Am drit­ten, lei­der ver­reg­ne­tem Ruder­tag hat­ten wir auf dem Ama­zo­nas des Nor­dens eine kur­ze Etap­pe ein­ge­plant. An einem hüb­schen teil­wei­se ver­krau­te­ten Zufluss der Pee­ne, der Swi­now, liegt der Kanu­ver­ein Gütz­kow. Dort erwar­te­te uns Gun­di mit einem hei­ßen Tee. Vor­her hat­te sie schon drei völ­lig durch­näss­te Kanu­ten ver­sorgt und – wie es sich für einen rich­ti­gen Land­dienst gehört, unser Gepäck am Quar­tier aus­ge­la­den und dafür gesorgt, dass die Hei­zun­gen schon ange­stellt waren. Das klapp­te dies­mal sowie­so mit allen Land­diens­ten her­vor­ra­gend. Jeden­falls hat­te sie somit für den doch etwas län­ge­ren Weg zum Bür­ger­haus Gütz­kow die Sitz­plät­ze im Auto frei. Nach unse­rem Mit­tags­im­biss im Bür­ger­haus war schließ­lich noch das Umset­zen der PKW und des Hän­gers nach Anklam für einen Teil des Teams ange­sagt. Die ande­ren konn­ten sich in der Zwi­schen­zeit tro­cken legen, die Gegend erkund­schaf­ten, die Plät­ze beim orts­an­säs­si­gen Grie­chen reser­vie­ren und den Uso vor­kos­ten. Sowohl die­ser als auch das Abend­essen sind zu empfehlen.

Und dann war schon der 3. Okto­ber da. Unse­re letz­te, wegen der anste­hen­den Heim­rei­se eben­falls recht kur­ze Etap­pe brach­te uns zum Ruder­ver­ein nach Anklam. Es schien noch­mal die Son­ne. Es gab Schie­be­wind. Ach war das wie­der schön. Und nicht-stö­mungs­er­fah­re­ne Steu­er­leu­te in Aus­bil­dung konn­ten sich an der Ein­fahrt zur Mari­na Stol­pe ver­su­chen. Bei­ne ver­tre­ten, Kur­z­im­biss ein­neh­men und wei­ter ging es zum Ziel. Die Anle­ge dort war auch „nicht ohne“. Aber sicher und ohne Scha­den brach­ten wir die Boo­te dann raus und wie­der auf den Hän­ger. Ach ja, natür­lich gab es den von Wet­ter Online ange­sag­ten kur­zen Schau­er wäh­rend des Abrig­gerns. Aber zum Glück war der Prä­si des RV Anklam vor Ort und öff­ne­te die Hal­len­to­re, so dass wir im Trock­nen abrig­gern konnten.

Fast ver­gaß ich es zu schrei­ben: Wir sahen jede Men­ge Sil­ber­rei­her. Auch war der eine oder ande­re grö­ße­re Greif­vo­gel dabei.

Unser Dank geht an Inge, die mit einer tol­len Mann­schaft die­se schö­ne Fahrt orga­ni­siert und durch­ge­führt hat.

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