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2. Stadtdurchfahrt des Ruder- und Kanuverbandes Berlin – Und wir waren dabei

von Joachim Bläck-Neumann

14. Mai 2022

Die­ses Jahr war es end­lich wie­der so weit. Die Ber­li­ner Innen­stadt und das Regie­rungs­vier­tel waren für mus­kel­be­trie­be­ne Sport­boo­te frei­ge­ge­ben. Früh mor­gens hat sich unse­re Mann­schaft (Inge, Micha, Achim, Bernd und ich) ruder­fer­tig am Steg bei Arko­na getroffen.

Schnell ging es aufs Was­ser Rich­tung Schleu­se Char­lot­ten­burg. Für die Akti­on stand nur ein begrenz­tes Zeit­fens­ter zur Ver­fü­gung. Das Wet­ter spiel­te auch mit – nicht zu warm und nicht zu kalt – per­fekt. Nach der Schleu­sung begann die Sight­see­ing Tour. Vor­bei am Schloss Char­lot­ten­burg ging es nun in die Spree Rich­tung Osten. Die­se Rich­tungs­wahl war klug gewählt. Den ers­ten Teil der Stre­cke hat­ten wir das Was­ser fast für uns, abge­se­hen von eini­gen Padd­lern. Erst am Schloss Bel­le­vue – seit 1994 Amts­sitz unse­res Bun­des­prä­si­den­ten – kamen uns die ers­ten Boo­te aus der gegen­läu­fi­gen Rich­tung entgegen.

Vor­bei am Bun­des­kanz­ler­amt zur rech­ten, die Beam­ten­schlan­ge zu lin­ken. Im Spree­bo­gen­park wur­den gera­de die Son­nen­stüh­le Rich­tung Was­ser aus­ge­rich­tet. Die war­te­ten noch auf Gäs­te, es war wohl noch etwas früh für die Par­ty. Der Haupt­bahn­hof und das Futu­ri­um auf der lin­ken Sei­te und um die nächs­te Kur­ve unter der „geho­be­nen Beam­ten­lauf­bahn“, die das Paul-Löbe-Haus und Marie-Eli­sa­beth-Lüders-Haus mit­ein­an­der­ver­bin­det ging es am Reichs­tags­ge­bäu­de vor­bei. Schon tauch­te das Bode­mu­se­um wie ein Schiffs­bug an der Spit­ze der Muse­ums­in­sel vor uns auf. Die Muse­ums­in­sel mit sei­nen fünf bedeu­ten­den Muse­en zählt zu den wich­tigs­ten Sehens­wür­dig­kei­ten in der his­to­ri­schen Mit­te Ber­lins. Was für ein Gefühl ein­mal selbst mit dem Ruder­boot dar­an vor­bei­ru­dern zu dür­fen. Rech­ter Hand das Hum­boldt­fo­rum und auf der ande­ren Sei­te das Nicolaiviertel.

Müh­len­damm­schleu­se

Und schon waren wir an der Müh­len­damm­schleu­se. Hier war­te­te ein gro­ßer Pulk Kanu­ten. Aber wir hat­ten heu­te als Ruder­boot Vor­fahrt in die Schleu­se. Neben einem gro­ßen Kirch­boot waren noch zwei wei­te­re Ruder­boo­te vor uns. Das Schleu­sen­tor ging auf und jetzt konn­ten wir zum ers­ten Mal sehen was auf der ande­ren Sei­te los ist. Ein Boot nach dem ande­ren quoll aus der Schleu­se her­aus. Dabei tra­fen wir auch auf die ande­ren bei­den Arko­na-Boo­te, die in Trep­tow gestar­tet waren und auf dem Weg zur Schar­fen Lan­ke waren. End­lich wur­de es grün und wir durf­ten ein­fah­ren. Es war Platz für alle da. Die Kanu­ten kamen an unse­re Sei­te und gemein­sam ging es jetzt bergauf.

Ein kur­zes Stück wei­ter erschien die Ober­baum­brü­cke vor uns. Das war die auf­re­gen­de Stadt­durch­fahrt 2022. Jetzt ging es durch die Bei­ne des Mole­cu­le Man auf Wunsch der Mann­schaft. Ein klei­nes Pick­nick am Zen­ner und die letz­ten Kilo­me­ter zur Trep­tower Ruder­ge­mein­schaft. Dort war­te­ten dann noch küh­le Geträn­ke und hei­ße Brat­würst­chen auf die Ruderer.

 

169 Ruder­boo­te mit ins­ge­samt 870 Rude­rern, 232 Pad­del­boo­te mit 378 Padd­lern wur­den gezählt. Und natür­lich die 25 Stand-Up-Padd­ler, die aber nicht durch die Müh­len­damm­schleu­se durf­ten. Das sind doch beein­dru­cken­de Zahlen.

Herz­li­chen Dank an den Ruder- und Kanu­ver­band Ber­lin für die groß­ar­ti­ge Orga­ni­sa­ti­on. An alle Schleu­sen­wär­ter und –wär­te­rin­nen für die Geduld, an das Was­ser­schiff­fahrts­amt, die DLRG und den Was­ser­schutz. Ger­ne wür­den wir das nächs­tes Jahr wie­der machen.

Mara Streich

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