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Die Mosel – Wasser, Wein und Windungen (2013)

von Thomas Osteroth

6. Februar 2014

 

 

Die Luft ist leicht die­sig – das liegt an einer graue Hoch­ne­bel­de­cke, die sich über das herbst­li­che Mosel­tal gebrei­tet hat. Ver­geb­lich wird der Nebel ver­su- chen, sich an den stei­len Berg­hän­gen fest­zu­klam­mern – er wird den Kampf mit den war­men Strah­len der immer höher stei­gen­den Son­ne ver­lie­ren. Der Nebel weiß das, er wird es aber Tag für Tag immer wie­der neu ver­su­chen. Im Lauf des Vor­mit­tags wird die Wat­te­de­cke immer dün­ner und durch­sich­ti­ger, ers­te blaue Fle­cke wer­den ge- sich­tet, bald ist der gesam­te Him­mel strah­lend blau – der Nebel hat für heu- te aufgegeben!

Am Frei­tag haben wir uns im Lau­fe des Nach­mit­tags im stil­len Wei­nört­chen Graach – in Mit­ten von hohen Wein- ber­gen gele­gen – im gemüt­li­chen und uns von vie­len Fahr­ten in der Ver­gan­gen­heit bereits bes­tens bekann­ten Hotel „Zur Tau­be“ getrof­fen. Aus Ras­tatt, Lübeck, Brei­sach und Ber­lin sind wir ange­reist und der ers­te Abend gehört natür­lich haupt­säch­lich dem .wees­te noch“ und .kanns­te dich erin­nern“. Berich­te über alte und neue Krank­hei­ten wer­den auf drin­gen­den Wunsch eines ein­zel­nen Herrn aus den Gesprä­chen ver­bannt. Dafür hal­ten wir uns an reich­lich .Graa­cher Him­mel­reich“ und an die üppi­ge Spei­se­kar­te, in der wir – weil die Küche sonst nicht nach­kommt – zwi­schen Schwenk­bra­ten mit Pom­mes und Pom­mes mit Schwenk­bra­ten wäh­len kön­nen. Bei­des aller­dings in einer her­vor­ra­gen­den Qualität!

Wir wol­len wie­der ein­mal die Mosel, den nach mei­ner Mei­nung schöns­ten Fluss Deutsch­lands, genie­ßen. Und dar­um hat unser mosel­erfah­re­ner Peter Möl­ler mit sei­nen Kame­ra­den drei Boo­te vom RC Ras­tatt nach Trier ge- zogen, wo wir sie am Steg der Ruder­ge­sell­schaft Trier zu Was­ser gebracht haben. Als wir star­ten ist es zwar noch etwas trü­be, aber die lie­be Son­ne – sie­he oben – kommt ja bestimmt.

Gan­ze 22 km haben wir am ers­ten Tag zu bewäl­ti­gen, wir kön­nen uns also Zeit las­sen, denn eine Schleu­se steht heu­te auch nicht auf dem Pro­gramm. Die klei­nen Wein­or­te Lon­guich und Mehring glei­ten vor­bei, der schö­ne Fluss­bo­gen der Mehrin­ger Schweiz liegt bereits in herr­li­chem Herbst­son­nen­schein. Mit­tags­pau­se machen wir an einem auf­ge­las­se­nen Fähr­an­le­ger, den der Land­dienst aller­dings erst von zwei angriffs­lus­ti­gen Schwä­nen erobern muss­te, die hier sicher älte­re Rech­te gel­tend gemacht haben. Am Cam­ping­platz in Pölich ist unse­re heu­ti­ge Ruder­tour dann zu ende. Eine schö­ne Anle­ge­mög­lich­keit und eine eben­so schö­ne Wie­se zum Able­gen der Boo­te – doch die Eigen­tums­rech­te der gar nicht anwe­sen­den Par­zel­len­be­sit­zer, die unbe­dingt zu beach­ten sind, machen uns das Leben schwer. End­lich – nach oft­ma­li­gem hin und her rücken der Boo­te – ist der wohl selbst ernann­te Cam­ping­she­riff mit uns zufrie­den und hat nun sicher auch eine ruhi­ge Nacht.

Am nächs­ten Mor­gen erwar­tet uns gleich nach dem Start die ers­te Stau­stu­fe in Dezem. Lei­der dür­fen wir nicht in die gro­ße Schleu­sen­kam­mer für die Berufs­schiff­fahrt ein­fah­ren, denn da will man uns nicht haben. Für Sport­boo­te hat man näm­lich an der gesam­ten Mosel sepa­ra­te Sport­boot­schleu­sen gebaut, die den kom­plet­ten Schleu­sen­vor­gang auto­ma­tisch ablau­fen las­sen, wenn er ein­mal mit der Betä­ti­gung eines grü­nen Hebels ein­ge­lei­tet wor­den ist. Aber Hän­de weg vom roten Hebel, der ist nur für einen Not­fall vor­ge­se­hen. Da immer nur zwei von unse­ren Boo­ten in die klei­ne Schleu­sen­kam­mer ein­fah­ren kön­nen, bedeu­tet jede Stau­stu­fe einen Auf­ent­halt von mehr als einer Stun­de. Wei­te­re sie­ben davon haben wir jetzt noch vor uns.

Aber der herr­li­che Aus­blick auf die schö­nen reben­be­wach­se­nen Berg­hän- ge ver­kürzt uns die War­te­zeit. In den unter­schied­lichs­ten Grün­tö­nen zei­gen sich die ein­zel­nen Wein­la­gen und war- ten auf die Lese, die aller­dings in die­sem Jahr noch etwas auf sich war­ten läßt, da der feh­len­de Son­nen­schein aus dem Früh­jahr noch nicht auf­ge­holt wor­den ist.

An Klüs­se­rath geht es vor­bei, wir um- run­den Trit­ten­heim und bewun­dern vor Pie­sport aus der Fer­ne den Nach­bau einer römi­schen Kel­ter­an­la­ge, die man hier auf den 2.000 Jah­re alten Grund­mau­ern aus der Römer­zeit rekon­stru­iert hat. In Min­heim, einem stil­len Wein­ort am sanft auf­stei­gen­den Hang inner­halb einer der vie­len Mosel­schlei­fen gele­gen, wer­den wir an Land gewinkt. Die Boo­te wer­den auf einer grü­nen Wie­se abge­legt, die bei­den Bus­se brin­gen uns dann wei­ter ins Quar­tier nach Graach.

Die Attrak­ti­on des heu­ti­gen Tages ist natür­lich das mit­tel­al­ter­li­che Wein­städt­chen Bern­kas­tel-Kues, das täg­lich von tau­sen­den Tou­ris­ten heim­ge­sucht wird. Wir las­sen uns dar­um von der kaum strö­men­den Mosel heu­te nur in aller Ruhe an der bun­ten Ufer­pro­me­na­de vor­bei trei­ben. Hoch über der Stadt thront die Rui­ne der Burg Lands­hut. Nur weni­ge Kilo­me­ter hin­ter Bern­kas­tel kön­nen wir dann unse­ren Hei­mat­ort Graach auch mal von der Was­ser­sei­te aus bewun­dern. Hoch über dem stil­len Wei­nört­chen lädt der gro­ße Schrift­zug „Graa­cher Him­mel­reich“ zum Ver­kos­ten ein. Also wir wer­den uns heu­te Abend sicher nicht lan­ge bit­ten lassen.

In Zeltin­gen beim dor­ti­gen Ruder­ver­ein ist dann für heu­te wie­der Schluss, aller­dings erst nach­dem wir – vom Vor­stand ein­ge­la­den – uns an eini­gen Fla­schen „Reqat­ta­wein“ güt­lich getan haben.

Zu jeder anstän­di­gen län­ge­ren Wan- der­fahrt gehört natür­lich auch immer ein Tag, der sich „Kul­tur­tag“ nennt. Das ist dann der Tag, an dem man ein ganz klein wenig von der Kul­tur nach­ho­len kann, an der man vor­her tage- lang rudern­der­wei­se immer nur vor­bei gefah­ren ist. Und solch ein Tag ist heu­te! Die geplan­te Berg­wan­de­rung über die „Graa­cher Schan­zen“ fällt aus, da man dort z.Zt. nur auf Bau­stel­len für eine neue Mosel­hoch­brü­cke bli­cken soll. Wir blei­ben des­halb auf Mosel­ni­veau und machen uns zu Fuß auf den Weg nach Zeltin­gen. Was beim Start in Graach noch als gemüt­li­che Wan­de­rung beginnt, endet – je mehr wir uns Zeltin­gen nähern – in einem atem­be­rau­ben­den Sturm­schritt. Natür­lich errei­chen wir abge­kämpft aber preu­ßisch pünkt­lich den Steg der Mosel­schiff­fahrt, doch das fahr­plan­mä­ßi­ge Fahr­gast­schiff lässt noch eine hal­be Stun­de auf sich war­ten. Auf dem war­men Son­nen­deck genie­ßen wir jetzt die Fahrt fluss­auf­wärts vor­bei an Graach nach Bern­kas­tel-Kues, wo auch wir uns dann in klei­nen Grüpp­chen in den Strom der vie­len Tou­ris­ten ein­rei­hen. Die­ses klei­ne Städt­chen hat aber auch wirk­lich viel an sehens­wer­ten Fach­werk­häu­sern zu bie­ten. Da wäre zuerst ein­mal der mit­tel­al­ter­li­che Markt­platz mit sei­nen herr­li­chen Gie­bel­fach­werk­häu­sern aus dem 17. Jh. und dem Renais­sance-Rat­haus von 1608 zu nen­nen. Der schö­ne St. Micha­els­brun­nen aus dem Jah­re 1606 ist immer dicht umla­gert und zusam­men mit dem schma­len Spit­zen­häus­chen – erbaut 1416 – ein sehr belieb­tes Foto­mo­tiv, das man aller­dings nur sehr sel­ten nicht durch frem­de Figu­ren ver­stellt vor die Lin­se bekommt. Hier sowie in den engen Neben­stra­ßen und male­ri­schen Win­keln der Alt­stadt mit eben­falls herr­li­chen Fach­werk­häu­sern herrscht ein dich­ter Tou­ris­ten­ver­kehr. Ein Platz in einer der vie­len Wein­stu­ben oder in den son­ni­gen Vor­gär­ten der Kaf­fee­häu­ser ist kaum zu ergattern.

Hoch über die­sem gan­zen Tru­bel liegt dann die Rui­ne der Burg Lands­hut, die nicht erstürmt, son­dern 1692 durch ein Feu­er zer­stört wur­de. Hier oben – der Auf­stieg ist aller­dings etwas müh­sam – kann man eben­falls sei­nen Kaf­fee trin­ken und hat dazu noch einen herr­li­chen Blick über Bern­kas­tel und das lieb­li­che Moseltal.

Am Abend tref­fen wir uns dann in Graach zu einer aus­ge­dehn­ten Wein­pro­be im Wein­gut Blesius.
Heu­te früh muß alles Gepäck in den bei­den Bus­sen ver­staut wer­den, denn wir wech­seln jetzt das Quar­tier und sind für den Rest der Wan­der­fahrt in Treis-Kar­den im Hotel „Mosel­blick“ zu Hause.

Kurz nach dem Start in Zeltin­gen kommt der his­to­ri­sche Wein­ort Ürzig am lin­ken Mosel­ufer in Sicht. Am stei- len Hang weist ein gro­ßer Schrift­zug auf die bekann­te Wein­la­ge „Ürzi­qer Würz­gar­ten“ hin – mei­nem abso­lu­ten Spit­zen­rei­ter unter den Mosel­wei­nen. Aber wir legen nicht an – wir rudern vor­bei – bis hof­fent­lich zum nächs­ten Mal! Hier gibt es nun immer mehr Steil­la­gen mit zum Teil aben­teu­er­li­chem Gefäl­le. Die arbeits­auf­wän­digs­ten und kleins­ten Flä­chen in den Fel­sen sind zum Teil bereits auf­ge­ge­ben wor­den, ande­re in glei­cher Lage sind aller­dings wie­der frisch bepflanzt. Natür­lich zählt in die­sem stei­len Gefäl­le nur müh­sa­me Handarbeit.

An Kröv mit der bekann­ten Wein­la­ge „Krö­ver Nakt­arsch“ müs­sen wir eben­falls vor­bei­ru­dern, genau wie an Tra­ben-Tra­bach mit sei­nem schö­nen Brü­cken­tor und der uri­gen Brü­cken­schen­ke. Am Steg des Ruder­ver­eins in Tra­ben-Trar­bach legen wir dann aber doch eine kur­ze Pau­se ein, um unse­rem Hin­ter­teil etwas Erho­lung zu gön­nen. Das schwächs­te Glied bei unse­rer Fort­be­we­gungs­art scheint mir näm­lich die­se Ver­bin­dung „Po-Kis­sen-Roll­sitz“ zu sein, denn mit fort­schrei­ten­der Wan­der­fahrt kom­men immer öfter Kla­gen über die­se Gegend.

Wir pas­sie­ren Pün­de­rich end­lich mal im Son­nen­schein, denn in den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat es hier eigent­lich immer gereg­net. Die Mosel macht es sich ja wirk­lich nicht ein­fach auf ihrem Weg zum Vater Rhein, denn sie win­det sich ja in unend­lich vie­len sich anein­an­der rei­hen­den mehr oder weni­ger engen Bogen und Schlei­fen zu Tal. Der größ­te und inter­es­san­tes­te Schlen­ker beginnt bei Pün­de­rich und endet nach 12 Kilo­me­tern hin­ter Zell bei Bull­ay. An der engs­ten Stel­le zwi­schen Pün­de­rich und Bull­ay liegt hoch oben auf dem Berg­rü­cken die Mari­en­burg. Wenn man sich ein wenig Mühe gibt, könn­te man von hier aus auf bei­den Sei­ten in die Mosel spu­cken. Wir ver­su­chen das aber gar nicht erst, denn unse­re Fahrt endet für heu­te bereits im Wein­ort Zell, bekannt durch die Wein­la­ge „Zel­ler Schwar­ze Katz“. Hier wird erzählt, daß sich im Jahr 1863 Wein­händ­ler in Zell nicht zwi­schen drei Fäs­sern ent­schei­den konn­ten, bis eine schwar­ze Kat­ze in den Wein­kel­ler kam, auf eines der Fäs­ser sprang und die­ses fau­chend und Kral­len zei­gend ver­tei­dig­te. Für die­ses Fass ent­schie­den sich die Wein­händ­ler. Der Ver­kauf die­ses Wei­nes war ein sol­cher Erfolg, dass die Lage danach ihren Namen „Schwar­ze Katz“ erhielt.

Heu­te sind eine Schleu­se und 27 Kilo­me­ter bis nach Pol­ters­dorf zu bewäl­ti­gen. Wenn eben noch von stei­len Wein­la­gen die Rede war – die wirk­lich steils­te kommt aber erst jetzt. Zwi­schen Bremm und Edi­ger-Eller liegt der Cal­mont. 378 Meter hoch und mit einem Steil­hang bis zu 65° steht er für das steils­te Wein­an­bau­ge­biet Euro­pas. Hier wird in müh­sa­mer Hand­ar­beit der her­vor­ra­gen­de Brem­mer Cal­mont gele­sen. Von einem benach­bar­ten Hang aus star­ten Gleit­schirm­flie­ger, die aber an die­sem stei­len Hang nicht zum Ern­ten der Trau­ben ein­ge­setzt wer­den! Gegen­über die­sem impo­san­ten Steil­hang liegt an einer der engs­ten und wohl auch schöns­ten Mosel­schlei­fen die beein­dru­cken­de Rui­ne des alten Non­nen­klos­ters Stuben.

Von Pol­ters­dorf bis nach Hat­zen­port sind es 34 Kilo­me­ter und zwei Schleu­sen, ein ganz schö­nes Stück Arbeit. Auf die­ser natür­lich auch sonst sehr schö­nen Stre­cke kom­men wir an zwei Orten vor­bei, die beson­ders erwähnt wer­den sol­len. Das klei­ne Win­zer­dorf Beil­stein ist für mich wohl das roman­tischs­te aller Mosel­städt­chen und der Inbe­griff der Mosel­ro­man­tik schlecht­hin. Mit­tel­punkt des Ört­chens ist der teil­wei­se in den Fel­sen gehaue­ne Markt­platz. Der gan­ze Ort besteht aus sehr schö­nen alten Gebäu­den, die durch enge Gas­sen und Stie­gen mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Natür­lich steht Beil­stein in sei­ner Gesamt­heit unter Denk­mal­schutz. Über dem Ort auf ho- hem Fel­sen die Rui­ne der einst mäch­ti­gen Burg Met­ter­nich. Heu­te rudern wir lei­der nur vorbei.

Auf dem Fluss vor Cochem las­sen wir für eine Wei­le die 1868 von einem Ber­li­ner Kauf­mann hoch über der Stadt wie­der auf­ge­bau­te alte Reichs­burg auf uns wir­ken. Dann geht es wei­ter bis zum Ruder­ver­ein in Treis, wo wir unse­re Mit­tags­rast ein­le­gen und die rest­li­chen 12 Kilo­me­ter bis Hat­zen­port wer­den dann auch noch geschafft.

Heu­te ist unser letz­ter Ruder­tag auf der schö­nen Mosel und wie es sich gehört, ver­ab­schie­det sie sich von uns mit einer klei­nen Beson­der­heit: der Fluss liegt bereits am frü­hen Mor­gen im strah­len­den Son­nen­schein, es gibt kei­nen wie sonst übli­chen grau­en Hoch­ne­bel, nur ganz ver­ein­zelt trei­ben durch­sich­ti­ge ver­lo­re­ne Wol­ken­fet­zen über dem Was­ser. Kurz vor der Stau­stu­fe Lehmen – es ist übri­gens die ach­te und letz­te die wir auf unse­rer Fahrt bewäl­ti­gen müs­sen – pas­sie­ren wir die hoch über dem Ort Alken lie­gen­de ein­zi­ge Dop­pel­burg an der Mosel. Von die­ser Burg Thu­rant mit ihren zwei Wehr­tür­men wird hier eine höchst unwahr­schein­li­che Geschich­te erzählt: da sol­len doch im 13. Jh. im Lau­fe einer zwei­jäh­ri­gen Bela­ge­rung der Burg von der etwa 1.500 Mann star­ken Bela­ge­rungs­ar­mee gan­ze 3.000 Fuder Wein ver­tilgt wor­den sein. Das wären dann pro Jahr und Mensch rund ein Fuder Wein oder so etwa drei Liter die­ses berau­schen­den Getränks täg­lich. Bei die­sem pro Kopf Ver­brauch kön­nen die den Krieg doch gar nicht mehr so rich­tig ernst genom­men haben.

Wir rudern jetzt zwi­schen immer fla­cher wer­den­den Berg­hän­gen dahin, die auch nicht mehr so inten­siv mit Wein­re­ben bebaut sind. Die Mosel wird nun vor ihrem letz­ten Stau immer brei­ter und auch beleb­ter – wir nähern uns Koblenz – und bald wird dann auch der Steg des „Ruder-Clubs Rhen­ania Koblenz“ gesich­tet, an dem nun unse­re schö­ne und vom Wet­ter so herr­lich begüns­tig­te Mosel­wan­der­fahrt lei­der wie­der mal zu Ende geht.

Was nun folgt ist die übli­che Rou­ti­ne – Boo­te abrig­gern, säu­bern und ver­la­den, dann geht es zu einer letz­ten Nacht noch ein­mal zurück ins Quar­tier. Am Abend wird Peter herz­lich für sei­ne Mühen gedankt und die Hoff­nung aus- gespro­chen, dass er auch wei­ter­hin sei­ne schö­nen und belieb­ten Wan­der­fahr­ten aus­schrei­ben wird.

Am nächs­ten Mor­gen dann ein herz­li­ches Umar­men und Ver­ab­schie­den mit dem Ver­spre­chen, uns irgend­wann ganz bestimmt mal wie­der­zu­se­hen. Viel­leicht wie­der auf der schö­nen Mosel?

Horst Störk

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