Arkona Blog

Hamburger Staffelrudern 2026

von | Aug. 4, 2026 | 2026, Breitensport

Sommerlochstopfen – Nachlese zum Hamburger Staffelrudern 2026 –  KI im Spiel, die verflixte erste Runde und Midsommer

Ab wann eine Tra­di­ti­on eine Tra­di­ti­on ist, dar­über strei­ten sich bekannt­lich die Geis­ter. Fakt ist, Arko­na hat nun drei Mal in Fol­ge mit einer recht kon­stan­ten Mann­schaft beim Ham­bur­ger Staf­fel­ru­dern teil­ge­nom­men. Viel­leicht wird die­ses Event, wel­ches wir bis­her in Renn­ge­mein­schaft mit der Was­ser­sport­ab­tei­lung der Poli­zei Ham­burg (WSAP) bestrit­ten haben, dann irgend­wann für uns zu einer klei­nen Tra­di­ti­on. Zumin­dest stopft nun der klei­ne Bericht das klit­ze­klei­ne Som­mer­loch in der Ferienzeit.

Nun, wir hat­ten bereits im letz­ten Jahr unse­re Teil­nah­me für 2026 ange­mel­det, wohl wis­send, dass sich viel­leicht eini­ges ändert und Arko­na nicht eine vol­le eige­ne Mann­schaft stel­len wird. Aber egal, wir setz­ten wie­der auf unse­re bekann­te Renn­ge­mein­schaft oder auch ger­ne auf eine neue Kom­bi­na­ti­on mit einem Ver­ein, der nach Part­nern für die­se Form des Wett­kampfs sucht.

Zur Erin­ne­rung, das Staf­fel­ru­dern wird mit zwei Gig-Dop­pel­vie­rern mit Steu­er­mann bestrit­ten. Jeweils ein Boot fährt abwech­selnd eine ca. 3 Kilo­me­ter lan­ge Run­de auf der Bin­nen- und Außen­als­ter. Im „ruhen­den“ Boot wird dann die rudern­de Mann­schaft aus­ge­tauscht. Das Ren­nen geht über 8 Stun­den und wer die meis­ten Run­den gefah­ren ist, hat gewon­nen. Klingt ganz ein­fach, oder? Wenn da nicht die ande­ren Mann­schaf­ten wären, die Als­ter­boo­te, Aus­flugs­damp­fer und der Som­mer mit sei­nen hei­ßen Tagen. Wie wir bei den letz­ten Malen fest­stel­len konn­ten, soll­ten es nicht weni­ger als 30–35 Per­so­nen sein, die sich das Rudern gemein­sam ein­tei­len. Sonst kann der Tag schon sehr lang wer­den und die schnel­len Run­den sind dann kei­ne schnel­len Run­den mehr, son­dern har­te Quälerei.

Aber schwupp zurück zum Anfang des Jah­res. Denn hier hieß es, unser Chef­ko­or­di­na­tor und Pla­ner der WSAP wird wohl nicht star­ten kön­nen und es wäre schön, wenn die Run­den­pla­nung von jeman­den gemacht wird, der auch star­tet. Gesagt getan. Zwi­schen­zeit­lich hat­te sich der Schü­ler­ru­der­ver­ein am Wann­see (SRVW) in unse­re Run­de gesellt. Aber wie plant man nun die Run­den, also die Beset­zung der Boo­te mit Rude­rern und Steu­er­leu­ten von denen man nur ein Drit­tel wirk­lich kennt? ToZ aus Ham­burg hat­te das in den Jah­ren zuvor manu­ell gemacht. Kaf­fee, eine funk­tio­nie­ren­de Schreib­tisch­lam­pe in der Nacht und viel Geduld führ­ten bis­her immer zu einem guten Ergeb­nis. Doch wie stellt man es an, wenn man wenig Geduld hat?

KI ist Lösung! Dach­te ich zumin­dest. Alle Teil­neh­mer beka­men „Eigen­schaf­ten“ zuge­ord­net. Wer will wie oft Rudern, Stär­ke, Aus­dau­er und Erfah­rung (und dann doch eine rela­tiv hohe Anzahl an Teil­neh­mern für die Renn­ge­mein­schaft (ja, auch das war anders geplant, aber so ist das halt manch­mal)). Das Ergeb­nis war auf den ers­ten Blick gar nicht so schlecht. Zumin­dest wenn man kei­ne Geduld für sowas hat. Also wur­de nach ein paar klei­nen Anpas­sun­gen der ers­te Stand in die Run­de geschickt. Ihr ahnt es viel­leicht schon, es hat diver­se Ände­run­gen gege­ben und meh­re­re Abstim­mungs­mee­tings, an denen wir an der Pla­nung gefeilt haben. Der mit dem, Steu­er­leu­te brau­chen auch mal Pau­se, hier pas­sen die Run­den­ab­stän­de nicht…naja, ihr kennt das viel­leicht. Die­se abge­stimm­te Pla­nung wur­de dann noch­mal am Tag des Ren­nens deut­lich ver­än­dert, mor­gens um 6 Uhr auf der Rei­se nach Ham­burg. Ein gro­ßes Dan­ke­schön an Doro, die dann auch den gan­zen Tag gewis­sen­haft, mit viel Geduld und Über­zeu­gungs­kraft die Pla­nung stän­dig aktua­li­siert hat. Wie „unser“ Plan dann aus­sah, seht ihr im bei­gefüg­ten Bild.

KI ist (wie soll­te auch anders sein) nicht immer die Lösung, aber viel­leicht ein Anfang, um dann nach­zu­steu­ern, anzu­pas­sen und die Bedürf­nis­se der Teil­neh­mer im Blick zu haben. So ging es dann nun vor­be­rei­tet mit Sack und Pack am Sams­tag zum Mid­som­mer in aller Frü­he Rich­tung Hamburg.

„Das Glück ist mit den Vor­be­rei­te­ten..“ sagt man das nicht so? Unser Team war mit allem Not­wen­di­gen aus­ge­stat­tet und so tra­fen wir unse­re Mit­strei­ter am Ruder­club Fari. Ein biß­chen Rou­ti­ne haben wir ja bereits beim Auf­bau der Bän­ke und der Pavillons.

Pünkt­lich um 11 Uhr fiel der Start­schuss und das ers­te Boot mit einer Besat­zung der Schü­ler flog über das Was­ser in die ers­te Run­de. Irgend­wie scheint das aber mit der ers­ten Run­de, zumin­dest bei uns ver­hext zu sein. Im letz­ten Jahr star­te­ten wir viel zu spät und dies­mal brach ein Skull und die ers­te Run­de konn­te nicht abge­schlos­sen wer­den. Still­stand. Kei­ne gezähl­te Run­de. Nichts geht weiter.

Dan­kes­wer­ter­wei­se haben wir vom Fari einen Satz Skulls bekom­men und konn­ten so end­lich die Run­de been­den. Das hat uns geret­tet, aber der Zeit­ver­lust war groß. Es fehl­te uns eine kom­plet­te Runde.

Und wie­der ver­such­ten wir von Run­de zu Run­de den Ver­lust auf­zu­ho­len. Tak­tisch wur­den schnel­le Boo­te zusam­men­ge­stellt und wir schlu­gen uns wirk­lich, wirk­lich gut. Die 8 h flo­gen dahin…unsere Zei­ten waren gut. Die schnel­len Damen/Her­ren-Run­den und Mixed-Run­den waren sehr schnell. Die Schü­ler ermög­lich­ten uns eine aller­letz­te Run­de auch knapp nach 19 Uhr zu Ende brin­gen. Am Ende sind wir unter die Top-10 gekom­men, Poka­le gab es erst ab Platz 8. Die ver­flix­te ers­te Run­de hät­te uns min­des­tens auf den 8.Platz kata­pul­tiert, wenn nicht höher, da die Durch­schnitts­run­den­zei­ten letzt­lich auch gewer­tet wer­den. Eine star­ke Leis­tung von allen Besat­zun­gen! Nächs­tes Jahr gibt es einen neu­en Versuch…

In den letz­ten Jah­ren ist die Arko­na-Mann­schaft nach dem Ren­nen mit dem Zug wie­der nach Ber­lin gefah­ren. In die­sem Jahr haben wir die Gele­gen­heit genutzt nach dem Ren­nen bei der WSAP den Abend mit einem Sprung in die Als­ter, einer klei­ner Gril­le, der Fuß­ball-WM und net­ten Gesprä­chen aus­klin­gen zu las­sen. Am nächs­ten Tag ging es dann nach einem Früh­stück zurück nach Berlin.

Vie­len Dank an ALLE die mit­ge­wirkt, mit­trai­niert, mit­ge­ru­dert, mit­ge­steu­ert, mit­ge­dacht, mit­ge­plant, mit­ge­kocht, mit­ge­schleppt und ein­fach mit dabei waren.

Ein schö­nes Mid­som­mer-Wochen­en­de.

Auf ein nächs­tes Mal auf der Alster.

Mario

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