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„Jetzt geht’s los!“

von Thomas Osteroth

11. April 2019

So kann man die Situa­ti­on im Bereich unse­rer Top­ath­le­ten im Renn­ru­dern unmit­tel­bar vor Sai­son­be­ginn beschreiben.

Die Win­ter­trai­nings­la­ger sind been­det und ers­te Lang­stre­cken­tests wur­den mit guten Ergeb­nis­sen abge­schlos­sen. Doch der Rei­he nach:

Als Pech­vo­gel der Sai­son­vor­be­rei­tung darf sich unse­re leich­te Skul­le­rin Eli­sa­beth Mainzbetrach­ten. Der DEUTSCHE RUDERVERBAND berich­te­te auf sei­ner Home­page über das U23-Trai­nings­la­ger in Mequi­nen­za (Spa­ni­en)

Nicht ganz so glück­lich ver­lief das Trai­nings­la­ger für eine Sport­le­rin aus Ber­lin. Wäh­rend einer Trai­nings­ein­heit mit ihrer Mann­schaft kol­li­dier­te ihr Boot mit einem ande­ren Groß­boot. Dabei zog sie sich so star­ke Ver­let­zun­gen zu, dass sie ins nächst­lie­gen­de Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum gebracht wer­den und sich wei­te­ren Unter­su­chun­gen unter­zie­hen muss­te. Nach vier Tagen wur­de sie aus dem Kran­ken­haus ent­las­sen und trat dann die Heim­rei­se an. „An die­ser Stel­le wei­te­re Gene­sungs­wün­sche nach Ber­lin und ein gro­ßes Dan­ke­schön an unse­re Tea­m­ärz­tin Con­stan­ze Eppin­ger, die hier sehr umsich­tig reagier­te und dafür sorg­te, dass für die Sport­le­rin alle not­wen­di­gen Unter­su­chun­gen rea­li­siert wur­den“, so Bie­lig.“

Nun – Eli­sa­beth Mainz zeig­te mit ihrer Prä­senz zu unse­rem Anru­dern, dass sie auf dem bes­ten Wege der Gene­sung ist und ihre Ambi­tio­nen im Hin­blick auf die wei­te­re Regat­ta­sai­son noch lan­ge nicht auf­ge­ge­ben hat. Im Gegen­teil, im per­sön­li­chen Gespräch war fest­zu­stel­len, dass in die­ser „leich­ten Skul­le­rin“ ein star­kes und sicher leis­tungs­fä­hi­ges Herz steckt.

 

Sofie Vard­a­kasberich­te, wie sie über den Win­ter gekom­men ist:

Das ers­te Trai­nings­la­ger ist geschafft, das zwei­te neigt sich dem Ende.

„Am 25.01.2019 haben Nora und ich uns auf den Weg nach Sabaudia/Italien gemacht. Nach einer recht lan­gen Anfahrt sind wir am Nach­mit­tag gut ange­kom­men. Das Hotel lag direkt am Meer und hat kei­ne Wün­sche offen­ge­las­sen. Auch das Ruder­re­vier dort ist unglaub­lich schön. Wir sind auf einem See geru­dert und konn­ten von dort die vie­len Ber­ge mit dem Schnee auf den Berg­spit­zen sehen. Das Wet­ter hat soweit mit­ge­spielt, an man­chen Tagen war es etwas win­dig, dadurch sind wir auf das Ergo oder Fahr­rad aus­ge­wi­chen. Mit dem Blick auf das Meer und die Son­nen­un­ter­gän­ge, hat selbst eine lan­ge Ergo Trai­nings­ein­heit Spaß gemacht. 

In den 9 Tagen haben wir viel Zeit auf dem Was­ser ver­bracht und ver­sucht den Einer, nach dem Win­ter­trai­ning, so schnell wie mög­lich zu bekommen.“ 

Nun bin ich gera­de in Gavirate/Italien. Wir woh­nen alle gemein­sam in einem net­ten Feri­en­haus, was ganz in der Nähe von dem See ist indem wir rudern. Das Was­ser ist die meis­te Zeit spie­gel­glatt, was für mich von Vor­teil ist, da ich viel mit dem neu­en Einer arbei­ten muss. Das Haupt­au­gen­merk liegt gera­de dar­auf, den Einer zum Lau­fen zu brin­gen und sich auf dem Ergo für die Kader­über­prü­fung in Leip­zig vor­zu­be­rei­ten. Nun bre­chen gera­de die letz­ten Trai­nings­ta­ge in Ita­li­en an, ich freue mich einer­seits auf das Rudern in Ber­lin aber wer­de auch das schö­ne Wet­ter aus Ita­li­en vermissen.“

Und Nora Peu­serergänzt in ihrem Bericht:

„Nach Sab­au­dia  ging es für mich nach Mequi­nen­za (Spa­ni­en) mit dem DRV und der ange­hen­den U23

Natio­nal­mann­schaft. Dort hat­ten wir die ers­ten paar Tage star­ken Wind, doch dann wur­de es

ruhi­ger und wir konn­ten super trai­nie­ren. Wir hat­ten dann oft sogar über 20 Grad. Der Schwer­punkt lag hier auf dem Groß­boot,  sprich dem Dop­pel­vie­rer. Wir waren 8 schwe­re Skul­le­rin­nen. Außer­dem haben wir auch oft Kraft­trai­ning gemacht.

Das letz­te Trai­nings­la­ger war für mich in Gavi­ra­te (Ita­li­en) und das war wie­der mit mei­nem Einer. Dort hat­ten wir super Trai­nings­be­din­gun­gen. Auch hier hat­ten wir immer an die 20 Grad.

Ich kam end­lich mal gesund durch den Win­ter und habe viel an mei­nen Kopfproblemen

gear­bei­tet. Somit konn­te ich in Leip­zig eine neue per­sön­li­che Best­zeit auf dem Ergometer

auf­stel­len. Mit der Lang­stre­cke bin ich nicht zufrie­den und das Ergeb­nis ist eben­falls in Ord­nung. Ich hof­fe, dass ich das auf 2000m für mich per­sön­lich bes­ser hin­be­kom­me und bli­cke gespannt und auf­ge­regt auf die Deut­schen Klein­boot­meis­ter­schaf­ten in Köln“.

 

 

Nic­las Schrö­derabsol­vier­te mit der A‑Nationalmannschaft das ers­te Trai­nings­la­ger in St. Moritz(Schweiz) auf der Loi­pe und im Kraftraum.

Ende Febru­ar war das Team Deutsch­land-Ach­ter zum nächs­ten Trai­nings­la­ger in der Lom­bar­dei in Gavi­ra­te, am Lago di Vare­se. „Wir haben bewusst einen Ort aus­ge­sucht, an dem wir Regat­ta-Stre­cken nut­zen kön­nen. Jetzt geht es so lang­sam los mit dem Stre­cken­fah­ren“, so der Bun­des­trai­ner Uwe Ben­der. Im Vor­der­grund stand vor allem das Trai­ning im Zweier.

Ende März stan­den dann schon die Vor­tests in den Zwei­ern in Köln an sowie die Tests auf dem Ergo­me­ter. Hier berich­te­te der DEUTSCHE RUDERVERBAND:

Nach den ver­schie­de­nen Trai­nings­la­gern in den ver­gan­ge­nen Wochen stand für die Dis­zi­plin­grup­pen Frau­en- und Män­ner-Rie­men sowie für die Leicht­ge­wich­te heu­te ein Vor­test für die Deut­schen Klein­boot­meis­ter­schaf­ten Mit­te April auf dem Pro­gramm. Auf dem Füh­lin­ger See in Köln wur­den 2 x 2.0000 m Stre­cken gefah­ren. Bei Tem­pe­ra­tu­ren unter zehn Grad und zum Teil kräf­ti­gem Schie­be­wind war die Leis­tungs­über­prü­fung eine rela­tiv kal­te Ange­le­gen­heit. Am Vor­mit­tag qua­li­fi­zier­ten sich die jeweils bes­ten drei Sport­le­rin­nen und Sport­ler eines Vor­lau­fes für das A‑Finale am Nach­mit­tag. Den rest­li­chen Ath­le­ten bot sich im B‑Finale noch ein­mal die Chan­ce, sich zu bewei­sen.“Und wei­ter:

Und Bun­des­trai­ner Uwe Ben­der resü­mier­te nach dem ers­ten Stre­cken­test über die olym­pi­sche 2.000-Meter-Distanz: „Alle Final­teil­neh­mer haben eine sta­bi­le Leis­tung gezeigt – mit klei­nen Hin- und Her­ver­schie­bun­gen. Ganz vor­ne lie­fer­ten sich der Meis­ter und Vize­meis­ter des Vor­jah­res ein sehr knap­pes Ren­nen.  Erfreu­lich war auch die Leis­tung der kurz­fris­tig neu­be­setz­ten Zwei­erAnton Braun/Marc Les­ke und Marc Kam­man­n/­Wolf-Nic­las Schrö­der.“ Die­se bei­den Duos kamen im B‑Finale zeit­gleich ins Ziel.“

Nun gilt es am 13./14. Aprilauf den Deut­schen Klein­boot­meis­ter­schaf­ten in Kölndie har­te Arbeit aus Kraft­raum­quä­le­rei, Ergo­me­ter­schin­de­rei und Lang­stre­cken­be­las­tun­gen in gute Plat­zie­run­gen umzusetzen.

Mit den Deut­schen Klein­boot­meis­ter­schaf­ten am kom­men­den Wochen­en­de auf dem Füh­lin­ger See in Köln wird die vor­olym­pi­sche Sai­son ein­ge­läu­tet, denn die­ses Jahr steht ganz im Fokus der Qua­li­fi­ka­ti­on für die Olym­pi­schen Spie­le in Tokio 2020.

Lt.Mel­de­er­geb­nis fin­den am Frei­tag­nach­mit­tag die Vor­läu­fe, am Sams­tag­vor­mit­tag die Vier­tel­fi­nals, nach­mit­tags die Halb­fi­nals und am Sonn­tag­vor­mit­tag die Final­läu­fe statt. Unse­re Ath­le­ten starten:

Ren­nen 2        SM 2- A (Män­ner-Zwei­er ohne Steu­er­mann A)

Renn­ge­mein­schaft RU Arko­na Ber­lin / Der Ham­bur­ger und Ger­ma­nia RC

Wolf Nic­las Schrö­der (1996), Marc Kam­mann (1997)

Ren­nen 4         SF 1X A (Frau­en-Einer A)

Ruder-Uni­on Arko­na Ber­lin 1879 e.V. Nora Peu­ser (1999)

Ren­nen 5        SF 1X A LG (Leicht­ge­wichts-Frau­en-Einer A)

Ruder-Uni­on Arko­na Ber­lin 1879 e.V. Sofie Vard­a­kas (1999)

Viel Erfolg!

Wer­ner Fromm

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