Arkona Blog

Ruderbundesliga – 1. Renntag: Frankfurt am Main

von Thomas Osteroth | Juni 6, 2017 | 2017, Leistungssport, RBL

Mit tadel­lo­sen Wet­ter um die 30 Grad konn­te end­lich die Ruder­bun­des­li­ga in der Finanz­me­tro­po­le begin­nen. Die Stim­mung zum Liga­auf­takt in der Main-Are­na war eupho­risch und ener­gie­ge­la­den. Auch in unse­rem Team war die Situa­ti­on ange­spannt. Als New­co­mer in der ers­ten Liga waren wir alle neu­gie­rig ob wir uns über­haupt in der ers­ten Liga bewei­sen kön­nen. Neu­er Ver­ein, neu­es Boot, erfah­re­ne Bun­des­li­ga-Rude­rer aber auch neue moti­vier­te Rude­rer und eine Men­ge Trai­nings­zeit auf’m Was­ser lie­ßen uns aber zuver­sicht­lich sein.

Im Zeit­fah­ren tra­ten wir gegen das Team der Frank­fur­ter Ger­ma­nia an. Mit Tobi­as Opper­mann auf Schlag muss­ten wir uns aber den Frank­fur­ter Jungs deut­lich geschla­gen geben. Der Schock saß. War die Vor­be­rei­tung doch nicht genug? Dann die Ergeb­nis­se: Dritt­schnells­te Zeit hin­ter Frank­furt und Kre­feld. Völ­lig moti­viert tra­ten wir dann also im Vier­tel-Fina­le gegen den Spar­kas­sen Gie­ßen Ach­ter an. Mit leicht ver­än­der­ter Beset­zung konn­ten wir uns den Sieg sichern.

Jetzt hieß es wie­der Frank­furt im Halb­fi­na­le. Für die­se Chall­enge wur­de wie­der unser alt­be­währ­ter Schlag­mann Cor­ne­li­us Nel­les­sen auf Schlag posi­tio­niert. Lei­der ver­ge­bens – wie­der muss­ten wir uns den Haus­her­ren geschla­gen geben.

Im Fina­le ging es um die Plät­ze 3 und 4. Geg­ner war das Sprint­team Mühl­heim. Hoch­mo­ti­viert ging es an den Start. Ein klei­ner Rück­stand nach dem Start konn­te über die Stre­cke auf­ge­holt wer­den. Der Speed am Ende reich­te um die start­schnells­te Ach­ter­mann­schaft in der Liga zu über­ho­len. Damit konn­te der Haupt­stadt­sprin­ter DWB Hol­ding eine her­vor­ra­gen­de Bron­ze­me­dail­le ergattern.

Einen sol­cher Auf­takt über­stieg unse­re Erwar­tung total und ver­setz­te uns in ordent­li­che Fei­er­lau­ne. Wir wol­len uns noch­mals bei allen Spon­so­ren (DWB Hol­ding und Hil­z­in­ger) und Unter­stüt­zern bedan­ken. Ham­burg kann kom­men, auf geht’s!

Die Traditions-Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“ fand dieses Jahr zum 97. Mal statt – aufgrund von Bauarbeiten am Spreeufer in der Innenstadt verlief die Strecke jedoch nicht von Jungfernheide zum Haus der Kulturen der Welt, sondern vom RC Tegel zum LRV.

Auf dem Sattelplatz vor den Sunset Stufen der Greenwichpromenade herrschte am Regattatag ab 10.00 Uhr das übliche Treiben, die Radfahrer mussten sich an zahlreichen Booten vorbeischlängeln und viele Fußgänger schauten dem Spektakel interessiert zu. Materialablage und Steg waren in meinen Augen wesentlich besser als an der Jungfernheide, das Wetter – viel Wind – jedoch sehr üblich für den Tegeler See.

Gestartet wurde in ca. 30s Abstand zwischen den Crews vor dem RC Tegel: es wurde - etwas windgeschützt - vorbei an den Inseln Scharfenberg und Valentinswerder in den Hohenzollernkanal, bis kurz vor die Mäckeritzbrücke, gerudert. Aufgrund des starken Gegenwinds war für alle Mannschaften die erste Hälfte der Strecke besonders anstrengend. Hatte man es aber in den Hohenzollernkanal geschafft, ruderte es sich mit leichtem Schiebewind wesentlich angenehmer. Auf dem Saatwinkler Steg, auf und unter der Tegeler Brücke standen viele Familienmitglieder, Freunde und Vereinskamerad*innen, die uns lautstark anfeuerten. Manch einer radelte auch an der Strecke entlang. Das Ziel war leider etwas schlecht zu erkennen – irgendwann bimmelte es aus einem Busch am Saatwinkler Damm. Am LRV war deutlich mehr Platz zum Anlegen als in der Innenstadt, so dass es nicht lange dauerte – und auch hier gab es die bewährte Unterstützung durch Arkon*innen für die erschöpften Sportler*innen.

Vielen Dank für einen tollen Regattatag – mein Dank gilt vor allem den vielen Helfer*innen!

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

1. Platz:                       Gwendolin Leishman im JF 4x+A

1. Platz:                      Wiebke Kaufhold im MW8+ E

1. Platz:                      Yehor Zakharov, Ben Luis Häber und Lilly Herbach im JM 8+B

1. Platz:                       Dorothea Schmidt, Katja Czerr, Birte Ganz, Martina Banthau und Sibille Pletsch im MW 4x+ D (Gig)

2. Platz:                       Valentin Schlegel im SM8+ A

2. Platz:                       Stefan Forner, Jörg Irmer und Arnold Hiß im MM 4+ E (Gig)

3. Platz:                       Martina Taschner, Katja Simon, Marina de Groot, Anita Ulrich und Katrin Lohmann im MW4x+ C (Gig)

Herzlichen Glückwunsch!

Sibille Pletsch

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