Arkona Blog

Ruderwochenende am Wangnitzsee 08.07.2010 bis 11.07.2010

von Thomas Osteroth | Okt. 6, 2010 | 2010, Breitensport, Wanderfahrt

Die ers­te Fahrt zur den Seen bei Fürsten­berg IHa­vel 2009 war ein vol­ler Erfolg (sie­he Bericht in Uni­ons­spie­gel 401). Dies­mal waren 20 Ruder­be­geis­ter­te Erwach­se­ne (Gun­brit als Über­ra­schungs­gast ohne Ru­dern) und zwei Kin­der. Die Eltern der Kin­der wech­sel­ten sich mit dem Rudern ab. Alter­na­tiv gab es Fahrradtouren.

  1. Tag: Don­ners­tag

Ankunft bei Tem­pe­ra­tu­ren über 30 Grad Cel­si­us. Es wur­den erst mal die Boo­te fer­tig zusam­men­ge­schraubt. bevor wir in den See hüpf­ten. Das nicht mehr ganz kal­te Wang­nitz­see­was­ser bot die nöti­ge Erfri­schung. Die Pen­si­ons­zim­mer wur­den in Beschlag genom­men und die Ter­as­se mit einem traum­haf­ten See­blick am Res­taurant belagert.

Abends gab es dann eine gro­ße Tafel mit lecke­rem Essen (Fisch oder Fleisch, das war die Fra­ge) und schön kal­ten Ge­tränken. So genos­sen wir die Atmo­sphä­re, die freund­li­che Wir­tin und Gesprä­che bis die Mücken uns ver­trie­ben. Die­se scher­ten sich herz­lich wenig über die zur Ab­wehr mit­ge­brach­ten Sprays und Sal­ben. Sogar die Geheim­waf­fe von Albert, na­mentlich ANTI-BRUMM, büß­te nach und nach sei­ne Zau­ber­kraft ein. Auch Gun­brits Nel­ken­öl lock­te die Mücken eher an.

Das hat­te sein Gutes, weil so waren wir am nächs­ten Mor­gen pünkt­lich um 8.00 mun­ter beim Früh­stücks­buf­fet versammelt.

  1. Tag: Frei­tag

Bei tro­pi­schen Tem­pe­ra­tu­ren wur­den die Boo­te zu Was­ser gebracht und mit Ge­tränken und aller­lei Köst­lich­kei­ten für ein Pick­nick gefüllt. Es waren ins­ge­samt vier Boo­te: Zwei Vie­rer, ein Drei­er und ein Zwei­er, jeweils mit Steu­er­mann. Jeden Mor­gen wur­den die Mann­schaf­ten neu zusammengestellt.

Nun am ers­ten Tag star­te­ten wir Rich­tung Stra­sen zu Schleu­se. Zuerst über den Wang­nitz­see dann durch den Gro­ßer Prie­pertsee und schließ­lich erreich­ten wir den Ell­bo­gen­see. Weil wir so am schwit­zen waren und die War­te­zeit an der Schleu­se sehr lang sein wür­de, beschlos­sen wir.das ande­re Ende des Ell­bo­ge­sees, Großme­now, anzu­steu­ern. Gesagt. getan. Boo­te wur­den am Strand fest­ge­macht und ab ging es zuerst ins Was­ser (die­ses Ritu­al wie­der­hol­te sich natür­lich auch mehr­mals in den nächs­ten Tagen). Danach wür­de das kal­te Büf­fet eröff­net. Und dann gefau­lenzt und geschwatzt bis es an der Zeit war wie­der das hei­mat­li­che Hafen im Feri­en­park am Wang­nitz­see anzu­steu­ern. Die Nach­mittgs­hit­ze war gna­den­los, aber schließ­lich erreich­ten wir unse­re Heimat­badesteile, wo schon wie­der das Was­ser für unse­re Abküh­lung sorgte.

Vor dem Abend­essen gab es dann noch gro­ßes Kino zu sehen: Bernd hat­te einen span­nen­den Film über die ers­te Wang­nitz-Tour im letz­ten Som­mer ge­macht. Das gan­ze schön unter­legt mit Mu­sik und wit­zi­gen Kommentaren.

Zum Essen gab es lecke­ren Fisch: Zan­der, Forel­le oder Schol­le. Dazu ein küh­les P3 oder P4 (für Unein­ge­weih­te: Pils mit Anga­be der Men­ge). Auch Apfel­schor­le ver­kauf­te sich gut. Wein lie­ßen wir aber links lie­gen, der Pro­be­trunk war zu sau­er. Die Wirts­leu­te, allen vor­an Karin, hat­ten alles zu unse­rer Zufrie­den­heit organisiert:

Karin war stets zu Stel­le um unse­re Wün­sche zu erfül­len, Die Geträn­ke waren kalt und das Essen warm. Und über­all nur la­chende Gesichter.

Wie schon am ers­ten Abend wür­de nach dem Essen noch lan­ge geschwatzt bis die Mücken wie­der todes­mu­tig auf uns stürz­ten und die Wirts­leu­te end­lich ver­dien­ten Fei­er­abend machen konn­ten. Zum Früh­stück war es dann nicht mehr lan­ge hin, denn im Gemein­schafts­raum gab es noch ein Schlück­chen zu trin­ken. Zwi­schen­durch setz­te sich Doro­the in die Küche ab, um lie­be­voll die Möhr­chen und Radies­chen (extra scharf!) für das Pick­nick am nächs­ten Tag vorzubereiten.

Am nächs­ten Mor­gen hat­ten es nicht alle pünkt­lich zum Früh­stücks­tisch ge­schafft (wir nen­nen kei­ne Namen)

Tag 3: Samstag

Na nicht so schlimm, es gab nur ein klei­nes Früh­stück und eine Tas­se Kaf­fee und dann hieß es wie­der: „Mann­schaft und Hel­fer ans Boot“.

Dies­mal nah­men wir die obe­re Havel­­Was­ser-Stra­ße zum Dre­wen­see. Nach dem Start könn­ten wir in der Nähe des Stegs eine Was­ser­schlan­ge beobachten.

Unter­wegs kamen wir an einer schö­nen (ein­ma­lig in Norddeutschland)Hausbrücke vor­bei (Ahrens­berg). Dane­ben eine klei­ne Fischer­bu­de. wo wir jedoch kei­nen Halt mach­ten. Die Rad­fah­rer berich­te­ten uns spä­ter von den lecke­ren Fisch­bröt­chen. Es ging wei­ter ging vor­bei an Gut Ahrens­berg Rich­tung Ost­ufer Dre­wen­see. Dort wen­deten wir und ruder­ten zurück bis zu un­serer Pick­nick- und Bade­stel­le vom letz­ten Jahr. Als ers­tes wie immer rein in den See. Fast wären zwei ertrun­ken, Harald woll­te mit Doro­thee einen Köp­per vom Steg ma­chen und Doro­the wehr­te sich so hef­tig , dass bei­de unsanft im Was­ser lan­de­ten. Da war dann Doro­the das Lachen für kur­ze Zeit ver­gan­gen, was gut war, denn sonst hät­te sie sicher­lich vom See­was­ser den Hals voll bekom­men. So kamen die Bei­den nach einer Wei­le wie­der wohl­be­hal­ten an die Oberfläche.

Beim Aus­pa­cken der Pick­nick­kör­be stell­te sich her­aus, dass die Was­ser­vor­rä­te etwas zu knapp kal­ku­liert waren. Immer­hin hat­ten wir Wein Die Steu­er­män­ner beka­men das Was­ser und die Mann­schaft den Wein. So sind wir mit vol­len Bäu­chen (Ku­chen, Möh­ren Äpfel. Wurst. Käse u.a.) und gut gelaunt wegen gro­ßer Hit­ze schon am frü­hen Nach­mit­tag zurückgerudert.

Am Hei­mat­steg dann das Standard­programm. Dann fein­ma­chen für den Grill­abend. Hol­ger hat­te sich frei­wil­lig zum Gril­len gemel­det. Es war ein schweißtrei­bendes Geschäft aber er hat sei­ne Sache super und ohne Kla­gen gemacht. Er wur­de mit kal­ten Bier bei Lau­ne gehal­ten, so dass er am Ende auch noch den Grill fach­män­nisch sau­ber mach­te. Inzwi­schen hat­te die Bericht­erstat­tung für das Fuß­ball­spiel Deutsch­land-Uru­gu­ay ange­fan­gen. Eini­ge Fans ver­schwan­den in der Gast­stät­te vor dem Fern­se­her. In den letz­ten Minu­ten des Spiels waren Alle in der Gast­stät­te ver­sammelt. Der Drit­te Platz der Deut­schen Mann­schaft wur­de anschlie­ßend reich­lich begos­sen in den Gemeinschaftsraum.

  1. Tag: Sonn­tag

Wegen der zu erwar­ten­den Hit­ze star­teten wir gleich nach dem Früh­stück zu der Bade­stel­le am Dre­wen­see. Mehr Ru­dern war ein­fach nicht drin. Das Pick­nick wur­de anschlie­ßend in der Gast­stät­te ein­genommen. Nach dem Essen und einer Abschieds­ze­re­mo­nie wur­den zwei Boo­te ver­la­den. Zwei Boo­te lie­ßen wir am Wang­nitz­see zur Auf­be­wah­rung und zum Ru­dern für Arko­n­a­mit­glie­der zurück.

Dann hieß es Abschied neh­men. So­wohl für die Teil­neh­mer die zum zwei­ten Mal dabei waren, als auch für die Neu­en waren die gemein­sam ver­brach­ten Tage ein groß­ar­ti­ges Erleb­nis. Wir lern­ten uns näher ken­nen und hat­ten viel Freu­de mit­ein­an­der. Selbst Harald ließ wie­der ver­lau­ten, dass ihm die Wan­der­ru­der­fahrt in einer gemischt­ge­schlecht­li­chen Grup­pe gro­ßen Spaß gemacht hat. Das das Ru­dern so kurz kam, war allein der gro­ßen Hit­ze geschuldet.

Wir freu­en uns schon auf eine Wieder­holung im nächs­ten Jahr.

Mai­ja und Dorothe

Down­load hier: Ruder­wo­chen­en­de Wang­nitz­see 2010

Die Traditions-Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“ fand dieses Jahr zum 97. Mal statt – aufgrund von Bauarbeiten am Spreeufer in der Innenstadt verlief die Strecke jedoch nicht von Jungfernheide zum Haus der Kulturen der Welt, sondern vom RC Tegel zum LRV.

Auf dem Sattelplatz vor den Sunset Stufen der Greenwichpromenade herrschte am Regattatag ab 10.00 Uhr das übliche Treiben, die Radfahrer mussten sich an zahlreichen Booten vorbeischlängeln und viele Fußgänger schauten dem Spektakel interessiert zu. Materialablage und Steg waren in meinen Augen wesentlich besser als an der Jungfernheide, das Wetter – viel Wind – jedoch sehr üblich für den Tegeler See.

Gestartet wurde in ca. 30s Abstand zwischen den Crews vor dem RC Tegel: es wurde - etwas windgeschützt - vorbei an den Inseln Scharfenberg und Valentinswerder in den Hohenzollernkanal, bis kurz vor die Mäckeritzbrücke, gerudert. Aufgrund des starken Gegenwinds war für alle Mannschaften die erste Hälfte der Strecke besonders anstrengend. Hatte man es aber in den Hohenzollernkanal geschafft, ruderte es sich mit leichtem Schiebewind wesentlich angenehmer. Auf dem Saatwinkler Steg, auf und unter der Tegeler Brücke standen viele Familienmitglieder, Freunde und Vereinskamerad*innen, die uns lautstark anfeuerten. Manch einer radelte auch an der Strecke entlang. Das Ziel war leider etwas schlecht zu erkennen – irgendwann bimmelte es aus einem Busch am Saatwinkler Damm. Am LRV war deutlich mehr Platz zum Anlegen als in der Innenstadt, so dass es nicht lange dauerte – und auch hier gab es die bewährte Unterstützung durch Arkon*innen für die erschöpften Sportler*innen.

Vielen Dank für einen tollen Regattatag – mein Dank gilt vor allem den vielen Helfer*innen!

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

1. Platz:                       Gwendolin Leishman im JF 4x+A

1. Platz:                      Wiebke Kaufhold im MW8+ E

1. Platz:                      Yehor Zakharov, Ben Luis Häber und Lilly Herbach im JM 8+B

1. Platz:                       Dorothea Schmidt, Katja Czerr, Birte Ganz, Martina Banthau und Sibille Pletsch im MW 4x+ D (Gig)

2. Platz:                       Valentin Schlegel im SM8+ A

2. Platz:                       Stefan Forner, Jörg Irmer und Arnold Hiß im MM 4+ E (Gig)

3. Platz:                       Martina Taschner, Katja Simon, Marina de Groot, Anita Ulrich und Katrin Lohmann im MW4x+ C (Gig)

Herzlichen Glückwunsch!

Sibille Pletsch

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