Arkona Blog

Werderfahrt 2022

von Joachim Bläck-Neumann | Juni 19, 2022 | 2022, Aktuelles, Breitensport, Wanderfahrt

Am 11 Juni ver­lie­ßen die drei Boo­te Rhein, Gün­ther Rühl und Dah­me die hei­mi­sche Bucht mit dem Ziel Wer­der. Die­se tra­di­ti­ons­rei­che Fahrt tra­ten dies­mal vier­zehn Rude­rin­nen und Rude­rer an, so dass wir zwei Vie­rer und einen Drei­er beset­zen konn­ten. Das Wet­ter ver­hieß bei Abfahrt opti­ma­le Ruder­be­din­gun­gen, Wind­stil­le, ange­neh­me Tem­pe­ra­tur und Beschat­tung durch eine fast geschlos­se­ne Wol­ken­de­cke. Die Motor­boo­te schau­kel­ten noch an ihren Ste­gen, so dass wir unge­stört die Haus­stre­cke durch­fah­ren konn­ten. Als das Ziel der Mit­tags­pau­se „Mar­quardt“ kurz vor uns lag, ent­deck­ten eini­ge eine tief­dunk­le Wol­ken­wand. Die schwü­le Luft ließ Gewit­ter erah­nen, so dass sich Stim­men erho­ben, die für einen Aus­fall der Mit­tags­pau­se ein­tra­ten. Aber wie so oft in den letz­ten Wochen war wie­der nix, dabei hät­ten wir alle der Natur einen kräf­ti­gen Gewit­ter­re­gen gegönnt. So gönn­ten wir uns eine erhol­sa­me Pau­se, bevor es dann über Schlä­nitz­see und Wublitz Rich­tung Wer­der ging. Auf die­sem land­schaft­lich schöns­ten Abschnitt ging uns dann ein Roll­sitz zu Bruch. Wie hat er das bloß hingekriegt?

Werderfahrt 2022Nur gut, dass am Ruder­ver­ein Wer­der noch Betrieb war. So beka­men wir ein neu­es Rad mon­tiert, nach­dem wir ver­spro­chen hat­ten, es beim nächs­ten Besuch wie­der zurück­zu­brin­gen. Im Insel­ho­tel konn­ten wir die ver­brauch­ten Kalo­rien fix kom­pen­sie­ren mit feins­ten Spei­sen und gigan­ti­schen Eisbechern.

Um das gewohn­te Ele­ment des Was­ser­sport­lers nicht zu ver­las­sen, durf­ten eini­ge von uns auch im Was­ser­bett schla­fen. Die Mei­nun­gen dazu sind durch­aus geteilt.

Am Sonn­tag ging es zurück, zuerst durch ruhi­ges Gewäs­ser, aber schon auf dem Temp­li­ner See nahm die Ver­kehrs­dich­te erheb­lich zu, und wir muss­ten den Kurs häu­fig ändern, um die Wel­le vom Bug zu erwi­schen. Im Grieb­nitz­ka­nal wur­de es wie­der etwas ruhi­ger.  In einem schö­nen Bier­gar­ten am Aus­gang des Tel­tow­ka­nals – für eini­ge von uns Neu­land – stärk­ten wir uns für den Ritt über den Wann­see. Wir taten gut dar­an die erfah­rens­ten Steu­er­leu­te ans Ruder zu las­sen, denn Wel­len­gang und die zahl­rei­chen Segel­boo­te erfor­der­ten höchs­te Auf­merk­sam­keit. Wenn es denn gin­ge, wür­de man auf die­sen Teil der Rei­se ger­ne verzichten.

Einen gro­ßen Dank an die Fahr­ten­lei­te­rin Inge ver­bin­de ich mit dem Wunsch, dass Wochen­end­fahr­ten ein fes­ter Bestand­teil des Brei­ten­sports bleiben.

Hein­rich

Die Traditions-Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“ fand dieses Jahr zum 97. Mal statt – aufgrund von Bauarbeiten am Spreeufer in der Innenstadt verlief die Strecke jedoch nicht von Jungfernheide zum Haus der Kulturen der Welt, sondern vom RC Tegel zum LRV.

Auf dem Sattelplatz vor den Sunset Stufen der Greenwichpromenade herrschte am Regattatag ab 10.00 Uhr das übliche Treiben, die Radfahrer mussten sich an zahlreichen Booten vorbeischlängeln und viele Fußgänger schauten dem Spektakel interessiert zu. Materialablage und Steg waren in meinen Augen wesentlich besser als an der Jungfernheide, das Wetter – viel Wind – jedoch sehr üblich für den Tegeler See.

Gestartet wurde in ca. 30s Abstand zwischen den Crews vor dem RC Tegel: es wurde - etwas windgeschützt - vorbei an den Inseln Scharfenberg und Valentinswerder in den Hohenzollernkanal, bis kurz vor die Mäckeritzbrücke, gerudert. Aufgrund des starken Gegenwinds war für alle Mannschaften die erste Hälfte der Strecke besonders anstrengend. Hatte man es aber in den Hohenzollernkanal geschafft, ruderte es sich mit leichtem Schiebewind wesentlich angenehmer. Auf dem Saatwinkler Steg, auf und unter der Tegeler Brücke standen viele Familienmitglieder, Freunde und Vereinskamerad*innen, die uns lautstark anfeuerten. Manch einer radelte auch an der Strecke entlang. Das Ziel war leider etwas schlecht zu erkennen – irgendwann bimmelte es aus einem Busch am Saatwinkler Damm. Am LRV war deutlich mehr Platz zum Anlegen als in der Innenstadt, so dass es nicht lange dauerte – und auch hier gab es die bewährte Unterstützung durch Arkon*innen für die erschöpften Sportler*innen.

Vielen Dank für einen tollen Regattatag – mein Dank gilt vor allem den vielen Helfer*innen!

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

1. Platz:                       Gwendolin Leishman im JF 4x+A

1. Platz:                      Wiebke Kaufhold im MW8+ E

1. Platz:                      Yehor Zakharov, Ben Luis Häber und Lilly Herbach im JM 8+B

1. Platz:                       Dorothea Schmidt, Katja Czerr, Birte Ganz, Martina Banthau und Sibille Pletsch im MW 4x+ D (Gig)

2. Platz:                       Valentin Schlegel im SM8+ A

2. Platz:                       Stefan Forner, Jörg Irmer und Arnold Hiß im MM 4+ E (Gig)

3. Platz:                       Martina Taschner, Katja Simon, Marina de Groot, Anita Ulrich und Katrin Lohmann im MW4x+ C (Gig)

Herzlichen Glückwunsch!

Sibille Pletsch

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