Arkona Blog

RBL: 1. Renntag und 2. Platz für die Hauptstadtsprinter

von Thomas Osteroth | Mai 28, 2018 | 2018, Leistungssport, RBL

Wir schrei­ben den 12. Mai 2018. Ein Sams­tag. Die Son­ne knallt von einem wol­ken­lo­sen Him­mel auf uns her­ab, eine leich­te Bri­se weht den Geruch von Son­nen­creme in unse­re Nasen­lö­cher und die Stim­mung in der Mann­schaft ist gut. Im mor­gend­li­chen Trai­ning wur­den viel­ver­spre­chen­de Starts und Stre­cken­schlä­ge gefah­ren, sodass die Vor­freu­de auf den ers­ten Start der Sai­son kaum mehr aus­zu­hal­ten war.

Der Zeit­lauf gegen den Wur­ze­n­Ach­ter wur­de zwar mit einem Zehn­tel gewon­nen. Trotz­dem muss­te sich die Mann­schaft ein­ge­ste­hen, dass es mehr an eine Ach­ter­bahn mit nicht vor­her­seh­ba­rem Ende erin­ner­te, als an einen geschlos­se­nen Ach­ter. Daher waren wir auch sehr über­rascht, als bekannt gege­ben wur­de, dass wir die zweit­schnells­te Zeit (55.39 sec) hin­ter dem Melit­ta Ach­ter Min­den (55.19 sec) gefah­ren sind. Bums und Wil­le war also genug da, nur an der Tech­nik muss­te gefeilt werden.

1. Renn­tag Frankfurt

Der Sieg im Ach­tel­fi­na­le gegen den Tra­ve­sprin­ter Lübeck (Im Zeit­ren­nen auf Platz 17) war vor­her­seh­bar, aber auch nicht selbst­ver­ständ­lich. Mit etwas kon­trol­lier­te­rem Durch­zug und der Beto­nung auf den Rhyth­mus konn­te die­ses Ren­nen mit einer Län­ge Abstand been­det wer­den. Ins­ge­samt fuh­ren wir hier die dritt­schnells­te Zeit.

Das Vier­tel­fi­na­le gegen den Ach­ter aus Wit­ten war eines der bes­ten Ren­nen des Tages. Am Start wur­de gemein­sam ange­scho­ben, über den Druck beschleu­nigt und die benö­tig­te Fre­quenz von 50Schlägen pro Minu­te mit Leich­tig­keit erreicht. Als eine Wel­le zur Mit­te des Ren­nens die Ein­heit­lich­keit des Ach­ters bedroh­te, gin­gen wir zwei, drei Schlä­ge nied­ri­ger, fokus­sier­ten uns wie­der auf das Aus­schie­ben des Schlags und der „Ruhe“ auf der Rol­le und kamen auch in die­sem Ren­nen sieg­reich mit über einer Sekun­de Abstand über die Ziel­li­nie. In der Gesamt­wer­tung fuh­ren wir wie­der die zweit­schnells­te Zeit.

Wir wuss­ten, dass im Halb­fi­na­le kei­ne gro­ben Feh­ler mehr ver­zie­hen wer­den, wie wir sie in den letz­ten Ren­nen began­gen haben. Des­we­gen war auch hier die Kon­zen­tra­ti­on wie­der groß. Doch viel­leicht war genau das der Feh­ler, denn die Ach­ter­bahn ließ wie­der grü­ßen. Zu ver­krampft und zu viel gerollt wür­de das Ren­nen rich­tig beschrei­ben. Zu groß war viel­leicht auch die Auf­re­gung und der Wil­le jede mög­li­che Kraft­re­ser­ve ins Was­ser zu brin­gen. Der Kopf war aus. Trotz alle­dem gin­gen wir auch in die­sem Ren­nen sieg­reich mit drei Zehn­teln über den Wur­ze­n­Ach­ter her­vor. In der Gesamt­wer­tung fuh­ren wir auch hier wie­der die zweit­schnells­te Zeit, dies­mal hin­ter dem Melit­ta Ach­ter Min­den, der im Fina­le unser Geg­ner sein sollte.

Nach vier gefah­re­nen Ren­nen soll­te nun end­lich für jeden ein­zel­nen in der Mann­schaft klar sein, auf wel­che Aspek­te sei­ner Tech­nik er sich zu kon­zen­trie­ren hat, um das Boot auch bei der hohen Geschwin­dig­keit zum Ste­hen zu brin­gen. Denn wir haben auch schon vier­mal an die­sem Tag bewie­sen, wie viel gro­be Gewalt und Wil­le in die­sem Ach­ter steckt und dass unser Fokus nun mehr auf der Tech­nik ruhen soll­te. Das haben wir dann auch umset­zen können.

1. Renn­tag Frankfurt

Nach einem span­nen­den Fina­le hat es lei­der mit 6 Zehn­teln Abstand „nur“ für den zwei­ten Platz gereicht. Doch mit so einem gran­dio­sen Sai­son­ein­stieg muss sich der Haupt­stadt­sprint­ach­ter vor nie­man­dem ver­ste­cken. Wir haben Blut geleckt und nun wol­len mehr. Jetzt haben wir die Gewiss­heit wo wir ste­hen und an wel­chen Stel­len wir schrau­ben müs­sen, damit wir nach der nächs­ten Etap­pe in Wer­der am 09.06.2018 über Gold berich­ten kön­nen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns!

Die Traditions-Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“ fand dieses Jahr zum 97. Mal statt – aufgrund von Bauarbeiten am Spreeufer in der Innenstadt verlief die Strecke jedoch nicht von Jungfernheide zum Haus der Kulturen der Welt, sondern vom RC Tegel zum LRV.

Auf dem Sattelplatz vor den Sunset Stufen der Greenwichpromenade herrschte am Regattatag ab 10.00 Uhr das übliche Treiben, die Radfahrer mussten sich an zahlreichen Booten vorbeischlängeln und viele Fußgänger schauten dem Spektakel interessiert zu. Materialablage und Steg waren in meinen Augen wesentlich besser als an der Jungfernheide, das Wetter – viel Wind – jedoch sehr üblich für den Tegeler See.

Gestartet wurde in ca. 30s Abstand zwischen den Crews vor dem RC Tegel: es wurde - etwas windgeschützt - vorbei an den Inseln Scharfenberg und Valentinswerder in den Hohenzollernkanal, bis kurz vor die Mäckeritzbrücke, gerudert. Aufgrund des starken Gegenwinds war für alle Mannschaften die erste Hälfte der Strecke besonders anstrengend. Hatte man es aber in den Hohenzollernkanal geschafft, ruderte es sich mit leichtem Schiebewind wesentlich angenehmer. Auf dem Saatwinkler Steg, auf und unter der Tegeler Brücke standen viele Familienmitglieder, Freunde und Vereinskamerad*innen, die uns lautstark anfeuerten. Manch einer radelte auch an der Strecke entlang. Das Ziel war leider etwas schlecht zu erkennen – irgendwann bimmelte es aus einem Busch am Saatwinkler Damm. Am LRV war deutlich mehr Platz zum Anlegen als in der Innenstadt, so dass es nicht lange dauerte – und auch hier gab es die bewährte Unterstützung durch Arkon*innen für die erschöpften Sportler*innen.

Vielen Dank für einen tollen Regattatag – mein Dank gilt vor allem den vielen Helfer*innen!

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

1. Platz:                       Gwendolin Leishman im JF 4x+A

1. Platz:                      Wiebke Kaufhold im MW8+ E

1. Platz:                      Yehor Zakharov, Ben Luis Häber und Lilly Herbach im JM 8+B

1. Platz:                       Dorothea Schmidt, Katja Czerr, Birte Ganz, Martina Banthau und Sibille Pletsch im MW 4x+ D (Gig)

2. Platz:                       Valentin Schlegel im SM8+ A

2. Platz:                       Stefan Forner, Jörg Irmer und Arnold Hiß im MM 4+ E (Gig)

3. Platz:                       Martina Taschner, Katja Simon, Marina de Groot, Anita Ulrich und Katrin Lohmann im MW4x+ C (Gig)

Herzlichen Glückwunsch!

Sibille Pletsch

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