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Die „kleine“ Jugendwanderfahrt

von Thomas Osteroth

19. August 2022

Vom Diens­tag, 12.07. bis zum Frei­tag, 15.07.2022 mach­ten wir den RC Tegel­ort und das angren­zen­de Gewäs­ser unsi­cher. Acht Kin­der und Jugend­li­che sowie Lui­se, Ole, Rebec­ca und Lea, die als Betreuer:innen der moti­vier­ten Trup­pe fun­gier­ten, star­te­ten die ers­te klei­ne Wan­der­fahrt zu Beginn der Som­mer­fe­ri­en. So viel möch­ten wir bereits vor­weg­neh­men: Die­se Ver­an­stal­tung hat Wie­der­ho­lungs­be­darf und wird sicher­lich nicht zum letz­ten Mal statt­ge­fun­den haben.

Die Idee: Wir fah­ren kür­ze­re Tou­ren in Vor­be­rei­tun­gen auf die gro­ße Jugend­wan­der­fahrt und schaf­fen gleich­zei­tig einen Alter­na­tiv­ter­min für die Kin­der und Jugend­li­chen, die aus ver­schie­de­nen Grün­den an der gro­ßen Jugend­wan­der­fahrt nicht teil­neh­men kön­nen oder möch­ten. Das Schö­ne an die­ser Idee ist, dass wir eine sehr bun­te Trup­pe aus allen Berei­chen der Jugend­ab­tei­lung mit­neh­men können.

Hier fol­gen die unge­fil­ter­ten (aber sprach­lich geglät­te­ten) Berich­te der Kin­der, bzw. Jugend­li­chen. An der ein oder ande­ren Stel­le möch­ten Rebec­ca und Lea aller­dings etwas ergän­zen und wer­den sich nicht davon abbrin­gen lassen.

Als wir anka­men, war­te­ten wir auf Seb. Er kam mit sei­nem Sohn und mit unse­ren Taschen. Dann rig­ger­ten wir die Boo­te auf und stell­ten unse­re Zel­te auf. (Kom­men­tar: Haha, Pus­te­ku­chen! Was hier so ein­fach klingt, war bei so einer nied­li­chen Ablen­kung wie Sebs Sohn har­te Arbeit. Unse­re Trup­pe lan­de­te immer wie­der beim Schä­kern mit unse­rem jüngs­ten Nachwuchsruderer.)

Wir fuh­ren dann mit den Boo­ten 8 km. (Kom­men­tar: Zur Wassergewöhnung!)

Vor Fahrt­an­tritt wur­de der Rei­fen­druck und der Sitz der Hel­me kontrolliert.

Ers­te Abfahrt vom RC Tegel­ort-Steg. Skulls, Flag­gen und Pad­del­ha­ken wur­den in aus­rei­chen­der Stück­zahl mit­ge­bracht – yay! Bei so vie­len Hän­den war das gar nicht mal so sicher.

Zum Abschluss des Tages spiel­ten wir Dob­b­le und bestimm­ten, wer Tisch­dienst ist, das waren für das Abend­essen und das Früh­stück am nächs­ten Mor­gen Lena, San­dy und Elai­sa. Dann aßen wir Hot­dogs (Kom­men­tar: Die Begeis­te­rung war in der Rea­li­tät doch etwas grö­ßer, als es hier scheint.) und spiel­ten Wer­wolf bis 22:30 Uhr. Um 23 Uhr gin­gen wir alle ins Bett.

Mittwoch, 13.07.2022

Nach einer sehr anstren­gen­den Nacht sind wir alle schon sehr früh auf­ge­wacht. Dem­entspre­chend war die Lau­ne nicht so ganz opti­mal, aber sie bes­ser­te sich noch. Nach dem lecke­ren Früh­stück erklär­ten uns Lea und Rebec­ca, was wir am heu­ti­gen Tag machen woll­ten. (Kom­men­tar: Haha­ha… ‚woll­ten‘) Sie sag­ten uns, dass wir gan­ze 24 km an die­sem Tag rudern wür­den. Als dann noch die Boo­te ein­ge­teilt wur­den, haben wir uns alle fer­tig gemacht, also See­sä­cke gepackt und Was­ser­fla­schen auf­ge­füllt. End­lich ging es los! Der Anfang ging noch leicht, aber nach ca. 10 km war die Power auch schon wie­der weg. Wir mach­ten die gro­ße Pau­se am Ruder­club Tegel. Danach ging es Lui­se auf dem Rück­weg nicht mehr so gut. Aber da wir fast wie­der am Ver­ein waren, bis­sen wir uns alle noch durch.

Am Ver­ein ange­kom­men hol­ten wir die Skulls raus und die Boo­te aus dem Was­ser. (Kom­men­tar: Das Boot war aus uner­klär­li­chen Grün­den beim Raus­neh­men immer so viel schwe­rer als beim Rein­le­gen. 😉) Nach einer kur­zen Pau­se ging die Hälf­te der Grup­pe Schwim­men. Um 20 Uhr haben wir Piz­za geges­sen. Am Abend haben wir uns noch den Son­nen­un­ter­gang ange­schaut und Wer­wolf gespielt. (Kom­men­tar: Son­nen­un­ter­gän­ge und das Spiel ‚Wer­wolf‘ haben die Fahrt wirk­lich aus­ge­zeich­net.) Danach sind wir ins Bett gegangen.

P.S.: Einer von uns muss­te am Mitt­woch 160 Lie­gen­stüt­ze für die Ver­wen­dung eines Jugend­wor­tes machen und das war erst der Anfang.

Eine Hom­mage an unse­re Betreue­rin Lui­se, die sich jeden Abend mit den Kids den Son­nen­un­ter­gang ange­se­hen hat – Ritua­le, so wichtig.

Donnerstag, 14.07.2022

Wir sind auf­ge­wacht und haben Lui­se ver­ab­schie­det. Man­fred hat ein neu­es Zuhau­se gefun­den. (Kom­men­tar: Man­fred war das inof­fi­zi­el­le Mas­kott­chen unse­rer Wan­der­fahrt. Er ist ein Pin­gu­in-Kuschel­tier, das man auch in ein Nacken­kis­sen ver­wan­deln konn­te und Lui­se, einer Betreue­rin, gehör­te, die am Mitt­woch plan­mä­ßig frü­her abreis­te, um in den eige­nen Urlaub zu star­ten. Man­fred wur­de den Mädels über­tra­gen, die sich gut um ihn küm­mer­ten.) Dann haben wir uns lang­sam für eine 18-km-Tour fer­tig gemacht. Wir sind um 11 Uhr los­ge­fah­ren. Wir sind in den Havel­ka­nal gefah­ren und haben nach 10 km bei dem Ruder-Club Ober­ha­vel Pau­se gemacht. (Kom­men­tar: Obwohl wir schein­bar allein waren, hat­ten wir doch zahl­rei­che tie­ri­sche Beob­ach­ter. Gän­se gesell­ten sich zu uns, beäug­ten uns kri­tisch, lie­ßen uns aber in Ruhe – Zum Glück!)

Der Weg…

… das Ziel …

Auf dem Rück­weg sind wir zu der Bade­stel­le Nie­der­neu­en­dorf gefah­ren. (Kom­men­tar: Hier haben wir unse­re Kin­der zu rich­ti­gen Wan­der­fahrt­pro­fis aus­ge­bil­det. Sie kön­nen jetzt Steu­er aus und wie­der ein­hän­gen, ein­an­der Nass­sprit­zen und was man sonst noch so braucht.) Man­che sind hier baden gegangen.

… noch ein Ziel – viel­leicht sogar das „bes­se­re“?!

Für vie­le von uns das ers­te Mal Mar­sh­mal­low gril­len, das war rich­tig lecker! Die­sen Wunsch haben wir wirk­lich gern erfüllt 😉.

Und als wir zurück­ge­kom­men sind, haben wir Kaf­fee und Kuchen geges­sen. (Kom­men­tar: Nein! Es gab kei­nen Kaf­fee, nur Kuchen. Wir sind doch nicht lebens­mü­de!) Danach haben wir die Boo­te abgerig­gert und ver­la­den. Nach­dem wir die Boo­te ver­la­den hat­ten, haben wir einen Geo­cache in der Umge­bung gesucht und sogar noch gegrillt. (Kom­men­tar: Wir haben sogar Mar­sh­mal­lows gegrillt! Das war ein tol­ler Zucker­schock, den eines unse­rer Kin­der nicht mehr mit­be­kam. Er hat­te auf dem Was­ser alles gege­ben und so, wur­de er am Don­ners­tag­nach­mit­tag ganz erschöpft abge­holt. Dan­ke noch­mal an Fami­lie Neu­mann für die spon­ta­ne und außer­plan­mä­ßi­ge Unterstützung!)

Freitag, 15.07.2022

Heu­te war der Tag unse­rer Abrei­se, wes­halb wir rela­tiv ‚früh‘ (also 7:00–7:30 Uhr) auf­ge­stan­den sind. Noch vor dem Früh­stück haben wir unse­re Zel­te abge­baut und Taschen/ Rück­sä­cke gepackt. Nach dem Früh­stück ging es dann so (außer für den Tisch­dienst) wei­ter. Nach­dem unser Gepäck abge­holt und Man­fred in die ers­te Klas­se (auch bekannt als Bei­fah­rer­sitz) ver­frach­tet wur­de, radel­ten wir kurz vor 11 Uhr los. Zwi­schen­durch, etwa nach 9 km, leg­ten wir eine Pau­se im Jump House ein. Eine der Haupt­at­trak­tio­nen für uns war Völ­ker­ball, was wir in zwei Teams (5 gegen 5) meh­re­re Run­den spiel­ten. Das Coo­le dabei war, dass man auf­grund der Tram­po­li­ne sehr viel beweg­li­cher war, also plötz­lich angrei­fen, aber auch bes­ser aus­wei­chen konn­te. Eine wei­te­re Attrak­ti­on stell­te der Hoch­seil­gar­ten dar, von wo aus man das gesam­te Jump House über­bli­cken konn­te. Nach 90 Minu­ten, um 14 Uhr, war der Spaß schon wie­der vor­bei und wir gin­gen uns umzie­hen. Das Lus­ti­ge bei den Umklei­den war, dass das Schild zur Jun­gen­um­klei­de fehl­te und wir so anfangs dach­ten, dass es nur eine Gemein­schafts­um­klei­de gäbe… Schock! Nach wei­te­ren 15 km auf dem Rad erreich­ten wir end­lich den Ver­ein. (Kom­men­tar: Auf dem Rück­weg muss­ten wir Ole lei­der aus gesund­heit­li­chen Grün­den zuhau­se abset­zen. Er hat sich die Pau­se red­lich ver­dient!) Jetzt gings nur noch ans Aufrig­gern und lang­sam kreuz­ten auch schon unse­re Eltern auf. (Kom­men­tar: Dazu plün­der­ten wir noch die übri­gen Süßig­kei­ten, die auf­ge­spart wur­den – Juhuu!)

Auch wenn jetzt am Ende von 12 nur noch 9 Gefähr­ten übrig waren, war es auf jeden Fall eine sehr schö­ne Fahrt!

Man­fred fährt ers­te Klas­se und bewacht unser Gepäck auf dem Arko­na-Park­platz, wäh­rend wir uns noch ein­mal gemein­sam im Jump House auspowern.

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