Arkona Blog

Erste Internationale Regatta München vom 06.05. bis 09.05.2022

von Thomas Osteroth | Aug. 11, 2022 | 2022, Jugend

Am Frei­tag, dem 6.5. um 9:30 war Treff­punkt am Ver­ein für die ers­ten zwei Bus­se, Ziel: Die Münch­ner Regat­ta­stre­cke. Die­ses Ziel haben wir ca. 8 Stun­den spä­ter erreicht. Die in Ober­schleiß­heim ange­leg­te Regat­ta­stre­cke ist eine sehr schö­ne Stre­cke. Das Was­ser hat wegen des auf­ge­schüt­te­ten San­des eine tür­ki­se Far­be. Wir alle durften/sollten das schö­ne Was­ser nach dem Auf­rig­gern in unse­ren Boo­ten tes­ten. Um 19:15 Uhr sind wir zum Hotel gefah­ren, um uns fer­tig fürs Abend­essen zumachen.

Am Sams­tag um 8 Uhr star­te­te unser Ers­tes ren­nen. Alle Leicht­ge­wich­te haben sich schon früh am Mor­gen hin­ge­stellt, um so früh wie nur mög­lich das Gewicht zu wie­gen. Nach­dem die Leicht­ge­weich­te sich ver­wo­gen haben, konn­ten die Sport­ler, wel­che früh um 6 Uhr zur Stre­cke muss­ten, zum Früh­stück ins Hotel fah­ren. Nach einem Tag vol­ler span­nen­den Ren­nen sind wir gegen 19:45 ins Hotel gefah­ren, um uns fürs Abend­essen frisch zu machen.

Am Sonn­tag star­te­te das ers­te Ren­nen wie­der um 8 Uhr. Um 15:44 Uhr war plan­mä­ßig das letz­te Ren­nen. Die Sport­ler, die ihre Ren­nen hin­ter sich hat­ten, haben dann ange­fan­gen das Zelt abzu­bau­en, die Boo­te abzu­rig­gern und den Hän­ger zu beladen.

Die Rück­fahrt war ruhig, weil die Sport­ler alle müde und erschöpft waren vom Wochen­en­de. Der Bus mit Hän­ger – gefah­ren von Alex – kam kurz vor dem Ber­li­ner Ring noch in einen Stau. Der Stau hielt 2 Stun­den an, wes­halb unse­re plan­mä­ßi­ge Ankunft noch wei­ter über­schrit­ten wor­den ist. Wir 5 Sport­ler und Alex kamen dann gegen 2 Uhr end­lich im Ver­ein an.

Die Regat­ta in Mün­chen war sehr erfolg­rei­che. Es wur­den ins­ge­samt 11 Sie­ge für Arko­na eingefahren.

Es war für mich das letz­te Ren­nen als Juni­or. Ich habe mich ent­schie­den, den Leis­tungs­sport an den Nagel zu hän­gen, weil ich als Leicht­ge­wicht eini­ge Pro­ble­me mit mei­nem Gewicht hat­te. Es tat mir nicht gut in kür­zes­ter Zeit 1–2Kg abzu­schwit­zen, aus die­sem Grund habe ich mich ent­schie­den, in Mün­chen mein letz­tes Ren­nen zu fah­ren und mei­ne letz­te Medail­le einzuholen.

Ich möch­te mich noch für die Zeit bedan­ken, die für uns Sport­ler von den Trai­nern geop­fert wird. Einen gro­ßen Dank an Alex, der sei­ne Trup­pe und auch mich schon seit eini­gen Jah­ren beglei­tet hat. Neben dem Rudern hast du uns eini­ges gelehrt und uns zu den Leu­ten mit­ge­formt, wel­che man heu­te über das Gelän­de lau­fen sieht.

Es fiel mir es schwer, mit dem Leis­tungs­sport auf­zu­hö­ren. Vor 9 Jah­ren habe ich das ers­te Mal in einem Ruder­boot geses­sen und wuss­te damals noch nicht, was auf mich zukommt. Ich bin froh, dass es alles sich so ent­wi­ckel­te, und ich kann mit Stolz und Freu­de über die­se Zeit reden. In den 9 Jah­ren habe ich viel Erfah­rung gesam­melt, wenn es ums Rudern geht. Ich habe Freun­de fürs Leben im Ver­ein gefun­den. Ich kann aber­mals mit Stolz sagen, dass der Ver­ein ein zwei­tes Zuhau­se gewor­den ist.

Umso mehr freue ich mich dar­auf, das Gelern­te an die jün­ge­ren Rude­rer wei­ter­zu­ge­ben und im Ver­ein bei der Aus­bil­dung und Betreu­ung aus­zu­hel­fen. Ich hof­fe, ich kann den Her­an­wach­sen­den das Rudern auch so bei­brin­gen, wie Alex mir das bei­gebracht. Mein Ziel ist es, beim Kin­der­ru­der­kurs als Trai­ner ein­zu­stei­gen, weil man dort immer fri­sche Gesich­ter sieht, wel­che in der Regel gro­ßes Inter­es­se am Rudern haben. Und das ist der Grund­bau­stein für jeden erfolg­rei­chen Ruderer.

Ich bedan­ke mich noch­mals beim Kom­plet­ten Trai­ner-Stab, die bei mei­ner Ruder­aus­bil­dung betei­ligt waren. Ich bedan­ke mich herz­lich bei Alex, der mich 9 Jah­re beglei­tet hat und aus­ge­bil­det hat.

Fares Seh­ouli

Die Traditions-Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“ fand dieses Jahr zum 97. Mal statt – aufgrund von Bauarbeiten am Spreeufer in der Innenstadt verlief die Strecke jedoch nicht von Jungfernheide zum Haus der Kulturen der Welt, sondern vom RC Tegel zum LRV.

Auf dem Sattelplatz vor den Sunset Stufen der Greenwichpromenade herrschte am Regattatag ab 10.00 Uhr das übliche Treiben, die Radfahrer mussten sich an zahlreichen Booten vorbeischlängeln und viele Fußgänger schauten dem Spektakel interessiert zu. Materialablage und Steg waren in meinen Augen wesentlich besser als an der Jungfernheide, das Wetter – viel Wind – jedoch sehr üblich für den Tegeler See.

Gestartet wurde in ca. 30s Abstand zwischen den Crews vor dem RC Tegel: es wurde - etwas windgeschützt - vorbei an den Inseln Scharfenberg und Valentinswerder in den Hohenzollernkanal, bis kurz vor die Mäckeritzbrücke, gerudert. Aufgrund des starken Gegenwinds war für alle Mannschaften die erste Hälfte der Strecke besonders anstrengend. Hatte man es aber in den Hohenzollernkanal geschafft, ruderte es sich mit leichtem Schiebewind wesentlich angenehmer. Auf dem Saatwinkler Steg, auf und unter der Tegeler Brücke standen viele Familienmitglieder, Freunde und Vereinskamerad*innen, die uns lautstark anfeuerten. Manch einer radelte auch an der Strecke entlang. Das Ziel war leider etwas schlecht zu erkennen – irgendwann bimmelte es aus einem Busch am Saatwinkler Damm. Am LRV war deutlich mehr Platz zum Anlegen als in der Innenstadt, so dass es nicht lange dauerte – und auch hier gab es die bewährte Unterstützung durch Arkon*innen für die erschöpften Sportler*innen.

Vielen Dank für einen tollen Regattatag – mein Dank gilt vor allem den vielen Helfer*innen!

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

1. Platz:                       Gwendolin Leishman im JF 4x+A

1. Platz:                      Wiebke Kaufhold im MW8+ E

1. Platz:                      Yehor Zakharov, Ben Luis Häber und Lilly Herbach im JM 8+B

1. Platz:                       Dorothea Schmidt, Katja Czerr, Birte Ganz, Martina Banthau und Sibille Pletsch im MW 4x+ D (Gig)

2. Platz:                       Valentin Schlegel im SM8+ A

2. Platz:                       Stefan Forner, Jörg Irmer und Arnold Hiß im MM 4+ E (Gig)

3. Platz:                       Martina Taschner, Katja Simon, Marina de Groot, Anita Ulrich und Katrin Lohmann im MW4x+ C (Gig)

Herzlichen Glückwunsch!

Sibille Pletsch

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