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Henley Royal Regatta 2013

von Thomas Osteroth

30. Juli 2013

Vom 3. bis zum 7. Juli fand tra­di­ti­ons­ge­mäß die Hen­ley Roy­al Regat­ta statt. Für das gesam­te Team der Poel­chau Ober­schu­le war es das ers­te Mal.

Wir waren alle sehr gespannt, was auf uns zu kommt. Mar­tin Sau­er (Steu­er­mann Deutsch­land­ach­ter) hat­te uns vor­her beim Trai­nings­la­ger in Dort­mund ein Paar Din­ge über Hen­ley erzählt und Tipps gege­ben. Nach einem anstren­gen­den Trai­nings­la­ger hat­te uns noch der Ach­ter­bun­des­trai­ner, Ralf Holt­mei­er,  viel Erfolg gewünscht. 2 Tage spä­ter ging es auch schon los mit dem Flug­zeug nach Lon­don. Das gesam­te Team hat­te sehr gute Lau­ne und eine star­ke Vor­freu­de. Unser Ziel war bis Frei­tag fah­ren zu kön­nen. Da wir Diens­tag erst sehr spät gelan­det waren, konn­ten wir uns noch kein Bild von der Stre­cke machen. Unser Quar­tier war bei einer sehr net­ten Familie.

Mitt­woch waren alle sehr ange­spannt, da wir nicht rich­tig wuss­ten, was auf uns zukommt. Mor­gens hat­ten wir dann noch mal trai­niert, um die Stre­cke ken­nen zu ler­nen. Gegen Mit­tag hat­ten wir dann unser Ren­nen gegen das „Win­ches­ter Col­le­ge“, eine der renom­mier­tes­ten Pri­vat­col­le­ges der Welt. Das Ren­nen war sehr span­nend: wir lagen nach dem Start zurück und konn­ten über die Stre­cke vor­bei zie­hen. Die Bahn ist atem­be­rau­bend, weil vom Start bis Ziel Zuschau­er sind. Sie sor­gen für eine ganz wun­der­ba­re Stim­mung. Alle sind sehr fair und feu­ern jeden an. Auf den letz­ten Metern ist das Gefühl spek­ta­ku­lär: alle applau­die­ren, rufen und jubeln. Weil die Stre­cke sehr schmal ist, sind die Zuschau­er direkt neben den Rude­rern. Am Ende des Ren­nens lagen wir eine 1 Län­ge vor­ne. Es ist Tra­di­ti­on, der Ver­lie­rer gra­tu­liert dem Sie­ger. Alle sind sehr fair und höf­lich in Eng­land. Die Regat­ta kann man nicht ver­glei­chen mit den hie­si­gen Ver­an­stal­tun­gen. Wir waren sehr stolz, die ers­te Wett­fahrt erfolg­reich absol­viert zu haben. Am Don­ners­tag war es dann etwas locke­rer und leich­ter gegen die „Ora­to­ry School“. Nach 500 Metern lagen wir schon weit vor­ne und konn­ten schon ab der Hälf­te das Ren­nen sehr ent­spannt ins Ziel fahren.

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Der Ach­ter der Poel­chau-Schu­le mit deut­li­cher Führung

Lei­der hat­ten wir dann beim Aus­fah­ren einen star­ken Crash mit einem Pfei­ler. Weil der Bug kom­plett zer­stört war, muss­ten wir auf ein ande­res Boot aus­wei­chen. Wir beka­men das Boot der TU Dres­den. Es war ein gutes Boot, mit­hin kein Nach­teil für uns. Am Frei­tag tra­ten wir gegen die St. Edwards School an. Das Ren­nen war sehr span­nend:  bei­de Boo­te waren rela­tiv gleich schnell. Am Ende lagen wir lei­der doch knapp hin­ten. Aber wir hat­ten eine sehr gute Leis­tung gezeigt: kei­ner war ent­täuscht und wir waren sehr zufrie­den. Nach dem Ren­nen hat­ten wir dann Zeit, uns in Ruhe die ande­ren Ren­nen und das Publi­kum anzu­schau­en. Ich bin mit 3 ande­ren Rude­rern zu einem Boots­ver­leih neben der Stre­cke gegan­gen, wo sozu­sa­gen die Tausch­bör­se der Ruder­klei­dung ist. Ein älte­rer Mann sam­melt seit Jah­ren die Ruder­klei­dung der ver­schie­den Mann­schaf­ten. Da er noch kei­ne deut­schen Sachen hat­te, war er sehr inter­es­siert an uns. Ich konn­te mei­nen Poel­chau-Ein­tei­ler gegen einen Ori­gi­nal Eng­land Ein­tei­ler von 2012 (war viel­leicht bei Olym­pia ?) tau­schen. Die Glücks­sträh­ne ging noch wei­ter, als wir 4 von dem Yale Uni­ver­si­ty Trai­ner ange­spro­chen wur­den. Er war sehr inter­es­siert an uns und gab uns sei­ne Kar­te. Damit war der Tag lei­der vor­bei. Sams­tag haben wir uns aber­mals sehr schick ange­zo­gen und die  Regat­ten beobachtet.

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Der Poel­chau-Schü­ler­ach­ter mit Trai­ner Nau­mann in „Gala“ Jan Deli­us Zwei­ter v.r.; Flo­ri­an Pie­pen­bring Vier­ter v.r.

Sonn­tag hat­ten wir kurz Zeit für Lon­don. Um 18 Uhr ging es zurück nach Ber­lin. Wir waren stolz und zufrie­den: die Hen­ley Roy­al Regat­ta war ein unver­gess­li­ches Erleb­nis. Wir hof­fen, uns nächs­tes Jahr wie­der zu qua­li­fi­zie­ren: das wäre toll.

Jan Deli­us

Anm.:

Die Poel­chau-Ober­schu­le ist eine Eli­te­schu­le des Sports mit gym­na­sia­ler Ober­stu­fe im Ganz­tags­be­trieb am Halem­weg in Charlottenburg.

Sei­tens der RU Arko­na nah­men teil: Jan Deli­us und Steu­er­mann Flo­ri­an Piepenbring.

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