Arkona Blog

Organisation von 44 Ruderwanderfahrten – Ehrung von Bernd Stoeckel

von Thomas Osteroth | Nov. 14, 2025 | 2025, Breitensport

Vie­le Arko­nen sind mit Bernd auf Ruder­wan­der­fahr­ten gewe­sen und Bernd hat­te sie alle über drei­ein­halb Jahr­zehn­te hin­weg orga­ni­siert. Ins­ge­samt sind auf den von ihm orga­ni­sier­ten 44 Fahr­ten 104 ver­schie­de­ne Ruder­ka­me­ra­den mit­ge­fah­ren, für alle ins­ge­samt 639 Teil­neh­mer wirk­lich wun­der­schö­ne Erin­ne­run­gen, aber auch vie­le (20 Kame­ra­den) sind auch schon längst verstorben.

Der Auf­wand für die­se Orga­ni­sa­ti­on war jedes Mal hef­tig gewe­sen und auch immer war Kri­sen­ma­nage­ment gefragt. Rou­ten waren zu pla­nen, vor allem Schleu­sen­zei­ten waren ins Kal­kül zu neh­men. Dann die Boo­te vor Ort lei­hen oder die Hän­ger mit den abge­rig­ger­ten Vie­rern ver­la­den und zum Start­punkt der jewei­li­gen Fahr­ten trans­por­tie­ren. Land­dienst war immer zu orga­ni­sie­ren. Dann waren da noch die Hotel­bu­chun­gen an den rich­ti­gen Orten. Die Abend­essen muss­ten aus­ge­wählt und vor­be­stellt wer­den, da wir ja im Schnitt 14,5 Rude­rer inclu­si­ve Land­dienst waren. Alles muss­te bezahlt wer­den und dann auf die Ruder­ka­me­ra­den ver­teilt wer­den. Der gesam­te Auf­wand für jede Fahrt war erheb­lich; nicht zuletzt muss­ten alle Rude­rer auch immer bei den abend­li­chen Vor­be­spre­chun­gen „ein­ge­sam­melt“ wer­den und Bernd ach­te­te stets dar­auf, dass all­ge­mein ange­mes­se­ne Dis­zi­plin und gute Lau­ne war.

Die wich­tigs­ten Fahr­ten gin­gen nach Saar/Mosel, Hamburg/Elbe, Lahn, Main, Saa­le, Ems­land, Vier­wald­stät­ter See, diver­se Fahr­ten auf der Donau, immer wie­der die Elbe und das Havel­ge­biet, dann aber auch Canal du Midi, Use­dom und Bodensee.

Es bleibt zu hof­fen, dass sich ein Ruder­ka­me­rad fin­det, der in sei­ne Fuß­stap­fen ein­tre­ten will, da ansons­ten das Wan­der­ru­dern bei Arko­na in bis­he­ri­gen Umfang ein­bre­chen wird.

Andi Jahn

Es waren zum Abschieds­abend von Bernd Stö­ckel 36 Rude­rer von den ins­ge­samt 104 jemals mit­fah­ren­den Kame­ra­den erschie­nen, es wur­den Erin­ne­run­gen aus­ge­tauscht und Fil­me von eini­gen der 44 ver­gan­ge­nen Wan­der­fahr­ten aus drei­ein­halb Jahr­zehn­ten gezeigt
Bernd Stoe­ckel bei sei­ner Ver­ab­schie­dung am 8.11.2025 in Ver­eins­haus an der Schar­fen Lan­ke, ins­ge­samt sind 639 Rude­rer auf die­sen Fahr­ten (im Schnitt 14,5) mit ihm unter­wegs gewesen

Die Traditions-Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“ fand dieses Jahr zum 97. Mal statt – aufgrund von Bauarbeiten am Spreeufer in der Innenstadt verlief die Strecke jedoch nicht von Jungfernheide zum Haus der Kulturen der Welt, sondern vom RC Tegel zum LRV.

Auf dem Sattelplatz vor den Sunset Stufen der Greenwichpromenade herrschte am Regattatag ab 10.00 Uhr das übliche Treiben, die Radfahrer mussten sich an zahlreichen Booten vorbeischlängeln und viele Fußgänger schauten dem Spektakel interessiert zu. Materialablage und Steg waren in meinen Augen wesentlich besser als an der Jungfernheide, das Wetter – viel Wind – jedoch sehr üblich für den Tegeler See.

Gestartet wurde in ca. 30s Abstand zwischen den Crews vor dem RC Tegel: es wurde - etwas windgeschützt - vorbei an den Inseln Scharfenberg und Valentinswerder in den Hohenzollernkanal, bis kurz vor die Mäckeritzbrücke, gerudert. Aufgrund des starken Gegenwinds war für alle Mannschaften die erste Hälfte der Strecke besonders anstrengend. Hatte man es aber in den Hohenzollernkanal geschafft, ruderte es sich mit leichtem Schiebewind wesentlich angenehmer. Auf dem Saatwinkler Steg, auf und unter der Tegeler Brücke standen viele Familienmitglieder, Freunde und Vereinskamerad*innen, die uns lautstark anfeuerten. Manch einer radelte auch an der Strecke entlang. Das Ziel war leider etwas schlecht zu erkennen – irgendwann bimmelte es aus einem Busch am Saatwinkler Damm. Am LRV war deutlich mehr Platz zum Anlegen als in der Innenstadt, so dass es nicht lange dauerte – und auch hier gab es die bewährte Unterstützung durch Arkon*innen für die erschöpften Sportler*innen.

Vielen Dank für einen tollen Regattatag – mein Dank gilt vor allem den vielen Helfer*innen!

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

1. Platz:                       Gwendolin Leishman im JF 4x+A

1. Platz:                      Wiebke Kaufhold im MW8+ E

1. Platz:                      Yehor Zakharov, Ben Luis Häber und Lilly Herbach im JM 8+B

1. Platz:                       Dorothea Schmidt, Katja Czerr, Birte Ganz, Martina Banthau und Sibille Pletsch im MW 4x+ D (Gig)

2. Platz:                       Valentin Schlegel im SM8+ A

2. Platz:                       Stefan Forner, Jörg Irmer und Arnold Hiß im MM 4+ E (Gig)

3. Platz:                       Martina Taschner, Katja Simon, Marina de Groot, Anita Ulrich und Katrin Lohmann im MW4x+ C (Gig)

Herzlichen Glückwunsch!

Sibille Pletsch

Fehler: Content is protected !!