Arkona Blog

Rudertour in Erkner

von Thomas Osteroth | Juni 7, 2010 | 2010, Breitensport

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Gise­las Ruder­tou­ren im Umland von Ber­lin sind sehr beliebt.
Zu Recht, sie sind irgend­wie immer auch Abenteuer.

Heu­te klin­gel­te um 6 Uhr bei uns der Wecker, kurz nach 7 Uhr fuh­ren wir in den Ver­ein, um dann bei Wolf­gang K. bis nach Erkner mitzufahren.

Auch die ande­ren 12 Teil­neh­mer hat­ten Fahr­ge­mein­schaf­ten gebil­det und tra­fen bis 9 Uhr im dor­ti­gen Ruder­ver­ein Was­ser­freun­de Erkner ein.  Drei Vie­rer (für mich z. T. rich­ti­ge alt­ehr­wür­di­ge Schlacht­schif­fe) wur­den zu Was­ser gebracht.

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Nach der Boots­ein­tei­lung ging es in Rich­tung Grünheide.

Grün­hei­de – alte Erin­ne­run­gen wur­den wach. Dort hat­ten wir kurz nach der Wen­de mit einem Frau­en­ach­ter ange­legt. Nach kur­zer Zeit wur­den wir aus dem dor­ti­gen Lokal zitiert, weil wir an einer Damp­fer­an­le­ge­stel­le den Ach­ter fest­ge­macht hat­ten. Zu dritt – wo waren die ande­ren Frau­en damals? –  hat­ten wir  den Ach­ter an einen ande­ren Steg manövriert.

Zurück zu unse­rer heu­ti­gen Fahrt.

Von Grün­hei­de ging es wei­ter über den Möl­len­see in einen schma­len Wasserarm.

Kurz vor der Ein­fahrt in die­sen schma­len Was­ser­arm  hat­ten wir das Boot der Fahr­ten­lei­te­rin über­holt. (was man lie­ber nicht tun soll­te) Wir soll­ten den Was­ser­lauf bis zum Ende rudern.

Und da pas­sier­te es.

Wir saßen plötz­lich fest.

Wir waren über einen Baum­stamm geru­dert, der zwar an in der Mit­te des Flus­ses zu erken­nen war, aber nicht an der Stel­le, wo wir ruderten.

Nichts ging mehr – weder vor noch zurück,

Um den Platz 3 des Boo­tes zu ent­las­ten und even­tu­ell frei zu kom­men, muss­te ich über Bernd klet­tern und mich vor Wolf­gang (Steu­er­mann) hocken. (eine merk­wür­di­ge Haltung)

Es half nichts.

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Inzwi­schen dreh­te das Heck etwas zu Land. Dort war ein Steg mit einer Lei­ter und wir baten einen jun­gen Mann, uns von dort mit Hil­fe unse­res Pad­del­ha­kens zu zie­hen. Der 3. Ver­such klapp­te dann und unser Boot war wie­der frei.

Unse­re bei­den ande­ren Boo­te hat­ten inzwi­schen die­sen Eng­pass auf der ande­ren Sei­te des Baum­stam­mes passiert.

Am Ende des Sees mach­ten wir eine kur­ze Pau­se, um dann zurück nach Grün­hei­de zu rudern, wo wir unser Mit­tag essen wollten.

Dort ange­kom­men, war es schwie­rig einen Anle­ge­platz zu fin­den. Der bereits von Gise­la und Diet­rich in Augen­schein genom­me­ne Steg war von ande­ren Boo­ten besetzt, die nicht bereit waren, Platz zu machen.

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Mit 2 Boo­ten leg­ten wir an einer „Senio­ren­re­si­denz“ an und hol­ten uns die Erlaub­nis, den Steg dort auch benut­zen zu dür­fen. Es wur­de uns (viel­leicht als poten­ti­el­le Heim­nach­rü­cker) gestattet.

Nach unse­rer ver­spä­te­ten Mit­tags­pau­se ging es mit einem klei­nen Umweg  –  wegen der Ziel­fahrt – zurück nach Erkner.

Nach Säu­be­rung der Boo­te lie­ßen wir den Ruder­tag bei Kaf­fee und Kuchen ausklingen.

Völ­lig k.o. ließ ich mich per Auto nach Hau­se fah­ren. Trotz­dem war es wie­der ein schö­ner Rudertag.

Dan­ke Gise­la und Dietrich.

P.S. Ich bin jetzt halb grün.

Dag­mar Stoeckel

Die Traditions-Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“ fand dieses Jahr zum 97. Mal statt – aufgrund von Bauarbeiten am Spreeufer in der Innenstadt verlief die Strecke jedoch nicht von Jungfernheide zum Haus der Kulturen der Welt, sondern vom RC Tegel zum LRV.

Auf dem Sattelplatz vor den Sunset Stufen der Greenwichpromenade herrschte am Regattatag ab 10.00 Uhr das übliche Treiben, die Radfahrer mussten sich an zahlreichen Booten vorbeischlängeln und viele Fußgänger schauten dem Spektakel interessiert zu. Materialablage und Steg waren in meinen Augen wesentlich besser als an der Jungfernheide, das Wetter – viel Wind – jedoch sehr üblich für den Tegeler See.

Gestartet wurde in ca. 30s Abstand zwischen den Crews vor dem RC Tegel: es wurde - etwas windgeschützt - vorbei an den Inseln Scharfenberg und Valentinswerder in den Hohenzollernkanal, bis kurz vor die Mäckeritzbrücke, gerudert. Aufgrund des starken Gegenwinds war für alle Mannschaften die erste Hälfte der Strecke besonders anstrengend. Hatte man es aber in den Hohenzollernkanal geschafft, ruderte es sich mit leichtem Schiebewind wesentlich angenehmer. Auf dem Saatwinkler Steg, auf und unter der Tegeler Brücke standen viele Familienmitglieder, Freunde und Vereinskamerad*innen, die uns lautstark anfeuerten. Manch einer radelte auch an der Strecke entlang. Das Ziel war leider etwas schlecht zu erkennen – irgendwann bimmelte es aus einem Busch am Saatwinkler Damm. Am LRV war deutlich mehr Platz zum Anlegen als in der Innenstadt, so dass es nicht lange dauerte – und auch hier gab es die bewährte Unterstützung durch Arkon*innen für die erschöpften Sportler*innen.

Vielen Dank für einen tollen Regattatag – mein Dank gilt vor allem den vielen Helfer*innen!

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

1. Platz:                       Gwendolin Leishman im JF 4x+A

1. Platz:                      Wiebke Kaufhold im MW8+ E

1. Platz:                      Yehor Zakharov, Ben Luis Häber und Lilly Herbach im JM 8+B

1. Platz:                       Dorothea Schmidt, Katja Czerr, Birte Ganz, Martina Banthau und Sibille Pletsch im MW 4x+ D (Gig)

2. Platz:                       Valentin Schlegel im SM8+ A

2. Platz:                       Stefan Forner, Jörg Irmer und Arnold Hiß im MM 4+ E (Gig)

3. Platz:                       Martina Taschner, Katja Simon, Marina de Groot, Anita Ulrich und Katrin Lohmann im MW4x+ C (Gig)

Herzlichen Glückwunsch!

Sibille Pletsch

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